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09.06.2020 – 09:39

PwC Schweiz

Studie: Neun von zehn Transaktionen erfolgreich, wenn die Finanzfunktion gute Arbeit leistet

«Studie Value Creation in Deals – Finance Integration and Separation»

Neun von zehn Transaktionen erfolgreich, wenn die Finanzfunktion gute Arbeit leistet

- Eine neue PwC-Studie belegt den Zusammenhang zwischen der Performance der Finanzfunktion und dem Erfolg einer Übernahme oder eines Verkaufs. 
- Wenn die Integration der Finanzfunktion gelingt, verlaufen 87 Prozent der Transaktionen erfolgreich. 
- PwC-Experte Claude Fuhrer: «Die Finanzfunktion ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Transaktion.» 

Der Erfolg oder Misserfolg einer Fusion oder Übernahme hängt von vielen Faktoren ab. Besonders starken Einfluss auf den Verlauf hat jedoch die Finanzfunktion. Wenn es gelingt, diese erfolgreich zu integrieren oder im Falle einer Auslagerung zu separieren, dann stehen die Chancen gut, dass die Transaktion als Ganzes erfolgreich verläuft.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie «Value Creation in Deals – Finance Integration and Separation», die den Einfluss der Finanzfunktion auf den Erfolg einer M&A-Transaktion untersucht. Für die Studie hat PwC mehr als 80 Unternehmen aus der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden befragt.

«Die Finanzfunktion ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Transaktion. Wenn sie ihre Aufgaben im Rahmen einer Fusion oder Übernahme gut meistert, verlaufen neun von zehn Deals erfolgreich», kommentiert Claude Fuhrer, Partner und Leiter im Bereich Deals Strategy & Operations bei PwC Schweiz.

Frühe Einbindung der Finanzfunktion zahlt sich aus

Laut Studie ist es sinnvoll, die Finanzfunktion bereits vor dem Abschluss des Deals eng einzubinden. Denn vier von fünf Transaktionen (79 Prozent) verliefen erfolgreich, wenn die Finanzfunktion frühzeitig eingebunden war. War die Finanzfunktion in der Vorbereitungsphase des Deals aussen vor, sank die Erfolgsquote auf 54 Prozent. Für die Schweiz ist dieser Trend noch stärker ausgeprägt; die Transaktion war nämlich in sämtlichen Fällen erfolgreich, wenn die Finanzfunktion stark eingebunden war und eine strategische Rolle spielte. Es gab hingegen nur eine einzige erfolgreiche Transaktion, bei der die Finanzfunktion nicht erfolgreich integriert bzw. separiert war.

PwC-Experte Claude Fuhrer zu den Gründen: «Die Finanzfunktion ist in der Regel exzellent im Unternehmen vernetzt, da sie sowohl im Tagesgeschäft als auch bei langfristigen Projekten mit den unterschiedlichsten Bereichen zusammenarbeitet – von der Budgetierung bis hin zur Berichterstattung. Das macht sie zur idealen Drehscheibe, um alle transaktionsbezogenen Aktivitäten im Vorfeld eines Deals vorzubereiten und zu koordinieren».

Finanzfunktion beeinflusst auch Geschwindigkeit der Umsetzung

Die Arbeit der Finanzfunktion wirkt sich auch darauf aus, wie schnell eine Fusion, Übernahme oder Ausgliederung umgesetzt werden kann: Jeder zweite Deal (51 Prozent) konnte schneller als geplant realisiert werden, sofern die Integration oder Auslagerung der Finanzfunktion erfolgreich verlief.

Ein Zusammenhang besteht auch zwischen der erfolgreichen Integration/Auslagerung der Finanzfunktion und dem Erreichen der definierten Ziele: Bei Transaktionen, bei denen die Finanzfunktion erfolgreich integriert oder ausgelagert wurde, konnten knapp zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) ihre Ziele in Bezug auf den «Return on Investment» (ROI) sogar übertreffen; nur sechs Prozent blieben hinter ihren Erwartungen zurück. War die Integration bzw. Auslagerung der Finanzfunktion nicht erfolgreich, gelang es nur gut einem Drittel (35 Prozent), den erwarteten ROI zu erreichen; 30 Prozent verfehlten diesen.

Ohne methodischen Ansatz und klare Projekt-Governance wird es schwer

Die Studie hat die Stolpersteine und Erfolgsfaktoren untersucht, die den Erfolg einer Integration bzw. Auslagerung der Finanzfunktion beeinflussen und kommt dabei zu folgendem Schluss: Wenn ein methodischer Ansatz für die Integration oder die Auslagerung der Finanzfunktion fehlt, ereignen sich im Laufe eines Deals-Projekts häufig Verzögerungen und Komplikationen. Darüber hinaus bereitet vielen Unternehmen die Projekt-Governance Schwierigkeiten. Sie versäumen es, klare Verantwortlichkeiten zu definieren. Und nicht zuletzt besteht eine Herausforderung in vielen Deals-Projekten darin, Transparenz für alle Beteiligten sicherzustellen.

Faktoren für eine erfolgreiche Integration der Finanzfunktion

Die Studie belegt, dass es sich bewährt hat, die Finanzfunktion nicht nur teilweise, sondern vollständig zu integrieren/auszulagern. Zudem haben sich die Erfolgsfaktoren herauskristallisiert, die darüber entscheiden, ob die Integration oder Auslagerung der Finanzfunktion gelingt:

«Unternehmen benötigen zuallererst einen strukturierten Ansatz und genügend Vorlaufzeit. Hilfreich ist es zudem, auf eine klare Projektorganisation zurückgreifen zu können und die obere Führungsebene kontinuierlich einzubinden. M&A-erfahrene Mitarbeitende und ein effektives Change-Management tragen entscheidend zum Erfolg bei. Und nicht zuletzt empfehlen wir Unternehmen, die Projektstruktur auch nach der Integration/Auslagerung beizubehalten, denn nur so gelingt die langfristige Wertschöpfung», so das Fazit von Claude Fuhrer.

Download

Hier geht es zur Website der Value Creation in Deals-Studie.

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Konradin Krieger
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