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25.04.2005 – 09:08

HIS Hochschul-Informations-System GmbH

"Studiendauer in zweistufigen Studiengängen - ein internationaler Vergleich"

    Leipzig (ots)

    Studiendauer von mehreren Bedingungen abhängig     HIS-Studie zeigt: Neue Studienstrukturen allein gewährleisten noch     keine kürzeren Studienzeiten

    Die Einführung gestufter Studiengänge in Deutschland wird nicht automatisch zu einer Verkürzung der Studienzeiten führen. Vielmehr ist die Frage, ob die vorgesehenen Studienzeiten eingehalten werden, von einer Vielzahl weiterer Bedingungen abhängig, zu denen vor allem die stärkere Strukturierung des Studiums gehört. Zu diesem Ergebnis kommt eine soeben von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH vorgelegte internationale Vergleichsuntersuchung, die mittels Expertenbefragung in 5 Ländern durchgeführt wurde.

    Die darin aufgearbeiteten internationalen Erfahrungen zeigen, dass eine hohe Verbindlichkeit des Studiums für die Einhaltung von Regelstudienzeiten unumgänglich ist. Die Studiengänge bedürfen einer klaren Gliederung und zeitlicher Vorgaben.

    Mit einer durchgängigen Strukturierung des Studiums kann vor allem dann eine Begrenzung der Studiendauer erreicht werden, wenn sie durch breite Teilzeitstudienangebote ergänzt wird. Alle untersuchten Länder, in denen die vorgesehene Studiendauer eingehalten wird, weisen einen beträchtlichen Anteil an Teilzeitstudien auf.

    Das Risiko einer Studienzeitverlängerung durch Erwerbstätigkeit neben dem Studium kann mit Hilfe eines unterstützenden Studienfinanzierungssystems eingeschränkt werden. Alle analysierten Ländern verfügen über solche Fördermaßnahmen, die sich besonders dann für die Einhaltung vorgegebener Studienzeiten als wirksam erweisen, wenn die finanzielle Unterstützung mit dem Studienfortschritt verknüpft wird.

    Die Auswirkungen von Studiengebühren auf die Einhaltung der Studienzeit werden als ambivalent beurteilt. Auf der einen Seite verstärken sie das studentische Bemühen, schnell den Studienabschluss zu erlangen, auf der anderen Seite ergibt sich dadurch für mehr Studierende die Notwendigkeit, erwerbstätig zu sein.

    Für die Begrenzung der Studiendauer messen die befragten Experten auch fachspezifischen Zugangsbedingungen bei der Aufnahme eines Hochschulstudiums Bedeutung zu. Eher indirekt dagegen werden die Studienzeiten über eine öffentliche Hochschulfinanzierung beeinflusst, die sich nur auf jene Studierende bezieht, die innerhalb der Regelstudiendauer studieren.

ots Originaltext: HIS Hochschul-Informations-System GmbH
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.ch

Pressekontakt:


Dr. Ulrich Heublein,
HIS-Außenstelle Leipzig,
Tel.:    0341-9730342,
E-Mail: heublein@his.de

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