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19.02.2004 – 12:00

Swiss Technology Award

Sperrfrist 1200: Swiss Technology Award 2004 - Biotech auf dem Vormarsch

Ein Dokument

Hinweis: Die Gewinnerprojekte unterteilt nach Kantonen können im pdf-Format ab 12:00 Uhr unter www.newsaktuell.ch/d kostenlos heruntergeladen werden.

Sperrfrist 19. Februar 2004, 12.00 Uhr

    Solothurn (ots)

Vier Teams aus Forschung und Industrie hat die Jury für die Endausscheidung um den "Swiss Technology Award 2004" nominiert. Als Sieger ging das Lausanner Biotech-Unternehmen Apoxis S.A. hervor. Am 19. Februar wurden die diesjährigen Preise im Berner Kursaal überreicht.

    60 Projekte hatten sich um den bedeutensten Technologiepreis der Schweiz beworben. Auffallend war dabei die starke Präsenz von "Life Sciences" Projekten. Die hochkarätig besetzte Jury hat in einem mehrstufigen Auswahlverfahren 18 Projekte als preiswürdig ausgewählt und unter ihnen vier fürs Finale nominiert. Kriterien waren die technische Raffinesse, der konkrete Nutzen und die Marktfähigkeit der Innovationen.

    Neben der Apoxis S.A. gehörten zu den Nominierten: die Tessiner Riri S.A. aus Mendrisio für "Storm", den ersten absolut luft- und wasserdichten Reissverschluss. Der High-Tech Reissverschluss ist voll aus Kunststoff gefertigt und bestand den Härtetest mit der Seglerbekleidung des Alinghi-Teams beim America's Cup 2003.

    DCT Double-Cone Technology AG aus Thun hat aus einer neuen Theorie der Strömung Druckverstärker entwickelt, mit denen konventionelle Geräte auf Hochleistung getrimmt werden: Einfache Pumpen schaffen Hochdruckleistung, die niedrige Energiedichte eines trägen Flusses kann um das 10-fache erhöht oder aus verseuchtem Wasser Trinkwasser gewonnen werden.

    Contraves Space AG aus Zürich für ein Gerät zur hochpräzisen Laserstrahl-Lenkung, speziell geeignet für die Kommunikation im Weltraum, direkt von Satellit zu Satellit und ohne Umweg über die Erde. Der Laserstrahl des optischen Senders wird dabei trotz Mikrovibrationen des Trägersatelliten selbst über riesige Entfernungen absolut richtungsstabil gehalten.

    Der programmierte Zelltod

    Das Biotechnologie-Unternehmen Apoxis erhielt den Award 2004 für die MegaLigand Technologie. Mit ihr werden Proteine entwickelt, die den Vorgang des Zelltodes regulieren und nachahmen. Die "Apoptose" oder der programmierte Zelltod ist ein lebenswichtiger Prozess. Apoptose stammt aus dem Griechischen und beschreibt den herbstlichen Fall der Blätter von den Bäumen. Ein ähnlicher Vorgang spielt sich in jeder Sekunde beim Menschen ab: Überflüssige, von der Norm abweichende Zellen oder solche, die ihre Aufgabe erfüllt haben, zerstören sich selbst - und machen so den Weg frei zur Erzeugung neuer Zellen.

    Doch vielen Krebszellen gelingt es, sich den Todessignalen zu entziehen, die das Wachstum kontrollieren - ein Programmfehler mit tragischen Konsequenzen: Krebsartige Zellen beginnen ungehemmt zu wuchern. Um das Gleichgewicht zwischen Tod und Neubildung der Zellen wiederherzustellen, wird "MegaFasL", ein aktives Protein gespritzt, was auf die Krebszellen wie die Aufforderung zum Selbstmord wirkt. Die Technologie sorgt also wieder für den natürlichen Mechanismus.

    1999 als Spin-off der Universitäten Genf und Lausanne gegründet, gilt die Apoxis AG inzwischen als Frontrunner unter den KMU der Biotechnologieszene. Innerhalb von nur einem Jahr stieg die Zahl der Mitarbeitenden von 6 auf 32. "Das Produkt MegaFasL hat das Potenzial, die Krebstherapie zu revolutionieren", stellt die Jury fest: Als Alternative zu teuren chirurgischen Eingriffen bei Tumoren und zu Chemotherapien mit ihren für den Patienten schwer zu ertragenden Folgewirkungen.

    go! make your market

    Genau solche Erfolgsszenarien sind erklärtes Ziel der Initiative "Swiss Technology Award". Führende Schweizer Institutionen der Technik- und Standortförderung setzen ein Zeichen: Technische Innovationen sollen echte Marktimpulse erhalten. Hinter der nationalen Aktion stehen auf Bundesseite das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) und KTI, die Förderagentur für Innovationen, wichtige Forschungsorganisationen wie der ETH-Rat, die Schweizerische Akademie für Technische Wissenschaften (SATW) sowie die Kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren. Auch Industrie und Banken stützen die Initiative.

    Nach dem Motto "go! make your market" profitieren alle 18 auserwählten Projekte kostenlos von professionellen Dienstleistungen, von Hilfen beim Marketing, bei der PR bis zu gemeinsamen Schulungen. Die Initiative gipfelt im gemeinsamen Auftritt auf den Schweizer Gemeinschaftsständen der CeBIT und Hannover Messe 2004, wo sich die Gewinner mit ihren Innovationen dem Fachpublikum aus aller Welt stellen können - für viele die Eintrittskarte zum Weltmarkt.

ots Originaltext: Swiss Technology Award
Im Internet recherchierbar: www.presseportal.ch

Kontakt:
Swiss Technology Award
Urs Stuber
Geschäftsführer
Untere Sternengasse 2
4509 Solothurn
Tel.         +41/32/627'95'27
Fax:         +41/32/627'95'92
E-Mail:    urs.stuber@awa.so.ch
Internet: http://www.swisstechnology-award.ch

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