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Schweizer Studie zeigt: kein gesundheitliches Risiko durch Rückstände von Glyphosat

Zürich (ots) - Eine Untersuchung von Lebensmittelproben in der Schweiz zeigt, dass die gemessenen Glyphosat-Rückstände in Lebensmitteln sehr gering und daher gesundheitlich absolut unbedenklich sind. Die Industriegruppe Agrar hofft, dass durch die Ergebnisse nun die emotionalen Debatten der Vergangenheit angehören und zukünftig eine sachliche Diskussion möglich wird.

Aufgrund eines Postulats der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) 2016 ein Lebensmittelmonitoring gestartet, um die Wirkung auf die Bevölkerung durch Glyphosat zu ermitteln. Über 230 Lebensmittelproben wurden untersucht. Die ersten veröffentlichten Ergebnisse zeigen: In den meisten Lebensmitteln (60 %) konnten - trotz Anwendung modernster und empfindlicher Analysenmethoden - gar keine Rückstände gemessen werden. In allen anderen Proben waren die gemessenen Konzentrationen sehr gering. In keinem Fall ging von Glyphosat ein Gesundheitsrisiko aus. Die am stärksten belasteten Proben waren Teigwaren und selbst diese Proben waren absolut unbedenklich, da erst beim unrealistischen Konsum von 71 kg Teigwaren pro Tag bei einer erwachsenen Person mit gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen gerechnet werden müsste. Schweizer konsumieren im ganzen Jahr aber durchschnittlich nur 10 kg Teigwaren, also deutlich weniger, als dass an einem einzigen Tag verzehrt werden müsste, um ein gesundheitliches Risiko durch Glyphosat einzugehen.

In den vergangenen 40 Jahren kamen die Zulassungsbehörden bei ihren umfangreichen Überprüfungen immer wieder zum selben Ergebnis: Glyphosat stellt kein unzumutbares Risiko für die menschliche Gesundheit dar. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) haben sich gerade die nötige Zeit genommen, um den Wirkstoff Glyphosat umfänglich neu zu bewerten. Resultat: Glyphosat besitzt keine krebserregenden oder mutagenen Eigenschaften.

Ein bewährter Hilfsstoff in der Landwirtschaft...

Glyphosat wirkt gegen das Wachstum von Unkräutern. In der Schweiz wird Glyphosat insbesondere im bodenschonenden, pfluglosen Anbauverfahren eingesetzt. Diese Anbaumethode vermindert den CO2-Ausstoss und fördert indirekt die Bodenfruchtbarkeit. Eine rentable regionale Produktion von Nutzpflanzen ist ohne Hilfsstoffe wie Glyphosat nicht möglich. Die Anwendung von Glyphosat kurz vor der Ernte, wie dies beispielsweise im Ausland u.a. zur Reifebeschleunigung in Getreide praktiziert wird, ist in der Schweiz nicht erlaubt.

...mit einem sehr günstigen Umweltprofil

Das Verhalten von Glyphosat und seine möglichen Auswirkungen auf die Umwelt wurden umfassend untersucht. Glyphosat bindet stark an den im Boden vorkommenden Ton und an organische Partikel bzw. im Sediment von Gewässern und wird daher kaum von Nichtzielpflanzen über deren Wurzeln aufgenommen. Darüber hinaus wird Glyphosat sehr schnell abgebaut und zerfällt schliesslich in natürlich vorkommenden Substanzen wie Kohlenstoffdioxid und Phosphat. Ebenfalls wird die Trinkwasserqualität durch Glyphosat nicht beeinträchtigt. Zahlreiche Studien zeigen, dass Spuren von Glyphosat zuverlässig durch gängige Wasseraufbereitungsmethoden entfernt werden. Kontrolldaten bestätigen, dass Glyphosat für die Trinkwasser-Versorger kein Problem darstellt.

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Anna Bozzi, Dossierverantwortliche
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