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12.08.2021 – 00:31

comparis.ch AG

Medienmitteilung: Autoversicherung: Prämien sinken nach erstem Corona-Jahr

Medienmitteilung: Autoversicherung: Prämien sinken nach erstem Corona-Jahr
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Medienmitteilung

Comparis-Analyse zum Online-Autoversicherungsmarkt

Autoversicherung: Prämien sinken nach erstem Corona-Jahr

Die Prämien für eine Vollkaskoversicherung sind 2021 gegenüber dem ersten Corona-Jahr um 4,5 Prozent gesunken. Im Dreijahresvergleich besteht sogar ein Minus von 17 Prozent. Das zeigt eine Analyse von Comparis. «Der Preisdruck auf dem Autoversicherungsmarkt bleibt hoch», sagt Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer. Die Margen seien vor allem für hochgradig digitalisierte Anbieter sehr attraktiv. Das veranlasste wiederholt neue Anbieter zu einem Einstieg ins Autoversicherungsgeschäft.

Zürich, 12. August 2021 – Die Prämien für Autoversicherungen auf dem Schweizer Online-Markt sind gegenüber dem Corona-Jahr 2020 um 4,5 Prozent gesunken. Eine Vollkaskoversicherung kostet im Durchschnitt noch rund 800 Franken*. Im Dreijahresvergleich sind die Prämien sogar um gut 17 Prozent zurückgegangen. Das zeigt eine Analyse des Online-Vergleichsdienstes Comparis.

«Der Preisdruck auf dem Autoversicherungsmarkt bleibt hoch», sagt Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer. «Vor allem für rein digitale Anbieter sind die Margen noch immer sehr attraktiv. Das zeigt auch die Tatsache, dass immer wieder neue Anbieter ins Autoversicherungsgeschäft einsteigen», so Auer.

2019, und damit vor der Corona-Pandemie, hat Postfinance den Eintritt ins Autoversicherungsgeschäft gewagt. Im Laufe des Monats wird der Neuling Wefox im Schweizer Autoversicherungsmarkt Einzug halten.

«Obere Mittelklasse» verzeichnet grössten Prämienrückgang

Ein vertiefter Blick auf die verschiedenen Fahrzeugklassen zeigt: Den grössten Prämienrückgang verzeichnen Fahrzeuge der oberen Mittelklasse (bei Fahrzeugneuwert 44’000 Franken). Im Dreijahresvergleich haben die Prämien um 19 Prozent abgenommen. Eine Vollkaskoversicherung für ein entsprechendes Fahrzeug kostet aktuell durchschnittlich rund 840 Franken.

Einen etwas weniger starker Rückgang verzeichnen die Prämien für Fahrzeuge der Mittelklasse (bei Fahrzeugneuwert 33’000 Franken) sowie Kleinwagen (bei Fahrzeugneuwert 22’000 Franken). Die Prämie für eine Vollkaskoversicherung kostet hier durchschnittlich 790 beziehungsweise 700 Franken – das ist ein Rückgang von rund 15 Prozent innert drei Jahren.

Digitalisierung durch neue Anbieter vorangetrieben

«Der Markteintritt von neuen Online-Anbietern hat neben dem Konkurrenzkampf auch die Digitalisierung der ganzen Branche zusätzlich angekurbelt», erklärt Auer. So hätten Versicherer in den letzten Jahren verschiedene Stufen von der Informationsbeschaffung bis zur Schadensabwicklung auf die digitalen Kanäle ausgeweitet. Interne Kostenstrukturen wurden damit verschlankt, was sich im Endeffekt aus Sicht der Kundschaft positiv auf die Prämien auswirkt.

Die fortschreitende Digitalisierung spiegelt sich auch im wachsenden Online-Angebot an Versicherungsprodukten. So hat etwa das Produktportfolio auf comparis.ch** in den letzten fünf Jahren um rund ein Drittel zugenommen (2016: 22 Produkte; 2021: 32 Produkte).

Corona-Effekt bei den Prämien folgt möglicherweise im Spätsommer

Im Pandemie-Jahr 2020 haben die gefahrenen Autokilometer gemäss einer Studie gegenüber dem Vorjahr abgenommen. «Wo weniger gefahren wird, passieren auch weniger Schäden», erklärt Auer. Ob die Versicherungsgesellschaften allenfalls eingesparte Schadensausgaben zugunsten tieferer Prämien einsetzen, werde sich im Spätsommer zeigen. «Preisanpassungen können von den Versicherungen in der Regel nicht sofort umgesetzt werden. Solche Analysen erfordern viel Aufwand. Hinzu kommt, dass Versicherer mit Preisanpassungen gewöhnlich auf das Herbstgeschäft abzielen», so die Expertin.

* Gewichteter Durchschnitt aus den drei Fahrzeugkategorien: Kleinwagen, Mittelklasse und obere Mittelklasse.

** Die Produkte auf Comparis decken rund 80 Prozent des Schweizer Autoversicherungsmarktes ab.

Methodik

Comparis hat die Prämienentwicklung von Vollkaskoversicherungen von 13 Versicherern (Allianz Suisse, Axa, Basler Versicherungen, Simpego (ehemals Dextra), Elvia, Generali, Kasko2Go, Helvetia, Die Mobiliar, Smile, Touring Club Schweiz, Vaudoise und Zurich) der letzten drei Jahren analysiert. Ausgewertet wurden Daten von Suchanfragen auf comparis.ch. Die in der Analyse erwähnten Prämien beziehen sich auf folgenden Standardfall: Fahrerprofil: Nationalität: Schweiz; 30- bis 40-jährig, Wohnort: Zürich; Kilometerleistung: 12’000–14’000 km/Jahr. Versicherung: Vollkaskodeckung; Bonusschutz inkludiert und ohne weitere Zusatzdeckungen; kein Leasingvertrag, Hauptzweck: Privatnutzung; Selbstbehalt Vollkasko: CHF 1000.–; Selbstbehalt Teilkasko: CHF 0.–. Fahrzeugkategorien: Fahrzeugalter: 0 bis 12 Monate; Kleinwagen mit 100 PS und einem Neuwert von CHF 22’000.–, Mittelklassewagen mit 140 PS und Neuwert von CHF 33’000.–, Obere-Mittelklasse-Wagen mit 165 PS und einem Neuwert von CHF 44’000.–. Die Prämien beziehen sich auf April des jeweils angegebenen Jahres. In die Bewertung flossen nur Angebote ein, welche den Suchkriterien entsprachen. Die Prämien wurden mittels eines statistischen Modells ermittelt.

Weiterführende Links

Studie zum Mobilitätsverhalten (MOBIS-COVID19/52) der Swiss National COVID-19 Science Task Force, der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich sowie des Statistischen Amtes des Kantons Zürich

Weitere Informationen:
Andrea Auer
Mobilitätsexpertin
Telefon: 044 360 53 91
E-mail: media@comparis.ch
comparis.ch
Über comparis.ch
Mit über 80 Millionen Besuchen im Jahr zählt comparis.ch zu den meistgenutzten Schweizer Websites. Das Unternehmen vergleicht Tarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern und bietet das grösste Schweizer Online-Angebot für Autos und Immobilien. Dank umfassender Vergleiche und Bewertungen bringt das Unternehmen Transparenz in den Markt. Dadurch stärkt comparis.ch die Entscheidungskompetenz von Konsumentinnen und Konsumenten. Gegründet 1996 vom Ökonomen Richard Eisler beschäftigt das Unternehmen heute über 200 Mitarbeitende in Zürich.