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09.10.2020 – 00:31

comparis.ch AG

Medienmitteilung: Kombifalle: Grosse Preisunterschiede bei Prämien für Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen

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Comparis-Analyse zu Prämienunterschieden bei Privathaftpflicht- und Hausratversicherungen

Kombifalle: Grosse Preisunterschiede bei Prämien für Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen

Die Prämien für Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen liegen im Vergleich verschiedener Anbieter teils fast 60 Prozent auseinander. Das zeigt eine Analyse von comparis.ch. «Konsumenten sollten sich nicht blenden lassen», warnt Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp.

Zürich, 9. Oktober 2020 – Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen gehören zum Standard für Schweizer Haushalte. Sie werden von den Versicherern oft im Doppelpack angeboten. Gewisse bieten auch einen Kombirabatt an.

«Doch davon sollten sich Konsumenten nicht blenden lassen. Wer die beiden Versicherungen als Paket abschliesst, zahlt mitunter fast 60 Prozent mehr als bei Einzelversicherungen – bei mehrheitlich vergleichbaren Versicherungsleistungen», sagt Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp.

Teils teure Kombipakete

Die günstigste Prämie für einen Singlehausrat mit einer Hausratversicherungssumme von 80’000 Franken beträgt bei Smile Direct 167.90 Franken (siehe nachfolgende Tabelle). Die günstigste Privathaftpflichtversicherung (Deckungssumme: 5 Millionen Franken) gibt es bei Mobiliar für 116.10 Franken. Das Paket kostet somit 284 Franken. Zum Vergleich: Zürich Versicherung verlangt für beide Versicherungen zusammen eine Prämie von 431.60 Franken. Das ist ein Unterschied von 52 Prozent oder 147.60 Franken. Interessant: Sogar das günstigste Kombiangebot (Smile Direct) ist mit 287.50 Franken leicht teurer. Das zeigt eine Comparis-Analyse von insgesamt elf Anbietern von Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen.

Bei Kombirabatten genau hinschauen

Gewisse Versicherer locken mit einem Kombirabatt bei Abschluss sowohl einer Hausrat- als auch einer Privathaftpflichtversicherung, wie nachfolgende Tabelle zeigt. Die Vaudoise gewährt beispielsweise 10 Prozent, die Helvetia 5 Prozent Rabatt. Vaudoise ist aber mit 383.90 Franken der zweitteuerste und Helvetia mit 377.10 Franken der drittteuerste Anbieter für Singlehaushalte. Auch bei Wohngemeinschaften oder Familien schaffen sie es trotz Kombirabatt nicht, zu den günstigeren Anbietern aufzuschliessen. Für den Konsumenten heisst das: «Versicherungen sollten nicht automatisch dort abgeschlossen werden, wo Rabatte locken oder wo man bereits Kunde ist. Wer vergleicht, fährt oft günstiger», so Papp.

Wohngemeinschaften (WGs), bestehend aus drei Erwachsenen und mit einer Hausratversicherungssumme von 120’000 Franken, können ebenfalls einiges sparen. Die Selektion der jeweils preiswertesten Hausratversicherung (CSS, 235.60 Franken) und Privathaftpflichtversicherung (Smile Direct, 149.30 Franken) kostet 384.90 Franken pro Jahr. Das sind gut 29 Prozent oder 158.05 Franken weniger als das teuerste Kombiangebot (Axa) mit 542.95 Franken.

Comparis hat auch die Versicherungsprämien für eine vierköpfige Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder) mit einer Hausratversicherungssumme von 140’000 Franken analysiert. Die Ersparnis beträgt 164.70 Franken oder 29 Prozent, wenn der Hausrat bei Smile Direct (254.40 Franken) und die Privathaftpflicht bei Mobiliar (150 Franken) versichert wird und nicht als Kombipaket bei Zurich (569.10 Franken).

Weite Prämiengräben bei Einzelabschlüssen

Die Prämienunterschiede innerhalb der untersuchten Anbieter von Hausratversicherungen sind deutlich (siehe Tabelle, unten). Singles zahlen bei Smile Direct 167.90 Franken. Allianz verlangt indes über 57 Prozent oder 96.30 Franken mehr, nämlich 264.20 Franken.

Die Prämie für eine Privathaftpflichtversicherung ist mit 116.10 Franken bei Mobiliar am günstigsten und mit 173.70 Franken am teuersten bei Zurich.

Wohngemeinschaften versichern den Hausrat bei der CSS mit 235.60 Franken, dank gewährten Rabatten von insgesamt 30 Prozent, am günstigsten. Die Baloise verlangt 346.70 Franken. Das sind 47 Prozent oder 111.10 Franken mehr. Die teurere Prämie bei der Baloise erklärt sich unter anderem durch die höhere Deckungssumme für Schmucksachen, die nicht in einem Sicherheitsbehältnis eingeschlossen sind.

Die Prämie für die Privathaftpflichtversicherung ist mit 149.30 Franken bei Smile Direct am günstigsten und mit 212.60 Franken bei Helvetia am teuersten.

Die Jahresprämie einer Hausratversicherung für eine Familie ist beim Direktversicherer Smile Direct mit 254.40 Franken am günstigsten. Helvetia gewährt zwar einen Rabatt von 10 Prozent, aber mit 359.20 Franken verlangt sie am meisten unter den von Comparis untersuchten Anbietern.

Die Haftpflichtversicherung ist bei der Mobiliar mit 150 Franken am preiswertesten, bei Zurich werden 217.50 Franken fällig.

Methodik

Als Berechnungsgrundlage wählte Comparis folgende drei Profile:

Singlehaushalt: Geburtstag Versicherungsnehmer: 30.6.1984, Mietwohnung, 3,5 Zimmer, 80m2, 8049 Zürich, Hausrat-Versicherungssumme: 80’000 Franken, Zusatzversicherungen: einfacher Diebstahl auswärts mit Deckung: 2’000 Franken, Deckung Privathaftpflichtversicherung: 5 Millionen Franken, Zusatzversicherungen: Regressverzicht bei Grobfahrlässigkeit und Führen fremder Motorfahrzeuge, Selbstbehalt, wenn möglich, 200 Franken.

Familie: Zwei Erwachsene (Geburtstag Versicherungsnehmer: 30.6.1975) zwei Kinder (beide unter 14 Jahre alt), Mietwohnung, 4,5 Zimmer, 120m2, 3098 Köniz (BE), Hausrat-Versicherungssumme: 140’000 Franken, Zusatzversicherungen: einfacher Diebstahl auswärts mit Deckung 2’000 Franken, Deckung Privathaftpflichtversicherung: 5 Millionen Franken, Zusatzversicherungen: Regressverzicht bei Grobfahrlässigkeit und Führen fremder Motorfahrzeuge, Selbstbehalt, wenn möglich, 200 Franken.

Wohngemeinschaft: Drei Erwachsene (Geburtstag Versicherungsnehmer: 2.6.1997), Mietwohnung 4,5 Zimmer, 100m2, 1201 Genf, Hausrat-Versicherungssumme: 120’000 Franken, Zusatzversicherungen: einfacher Diebstahl auswärts mit Deckung 2’000 Franken. Deckung Privathaftpflichtversicherung: 5 Millionen Franken, Zusatzversicherungen: Regressverzicht bei Grobfahrlässigkeit und Führen fremder Motorfahrzeuge, Selbstbehalt, wenn möglich, 200 Franken.

Comparis fragte für die oben genannten Profile bei den Versicherern Axa, Allianz, Elvia, Smile Direct, Zurich, Vaudoise, CSS, Visana, Mobiliar, Generali*, Baloise und Helvetia die Prämien an. Online-, Jugend- oder Kombirabatte (ohne Kollektiv- und Einmalrabatte) wurden berücksichtigt. Der Selbstbehalt beträgt 200 Franken und bei Elementarereignissen 500 Franken, Abweichungen sind möglich. Die Versicherungsleistungen können im Detail variieren.

*Generali beteiligte sich nicht am Vergleich.

Weitere Informationen

Frédéric Papp
Finanzexperte
Telefon: 044 360 34 30
E-Mail: media@comparis.ch
comparis.ch 

Über comparis.ch

Mit über 100 Millionen Besuchen im Jahr zählt comparis.ch zu den meistgenutzten Schweizer Websites. Das Unternehmen vergleicht Tarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern und bietet das grösste Schweizer Online-Angebot für Autos und Immobilien. Dank umfassender Vergleiche und Bewertungen bringt das Unternehmen Transparenz in den Markt. Dadurch stärkt comparis.ch die Entscheidungskompetenz der Konsumenten. Gegründet 1996 vom Ökonomen Richard Eisler beschäftigt das Unternehmen heute rund 180 Mitarbeiter in Zürich.