Institut für Markentechnik

Genfer Konferenz für Markenführung: Marken in der Zerreissprobe zwischen Qualität und Preis

Über 130 Unternehmer, Vorstände und Markenmanager aus mehr als 40 Branchen trafen sich am 18. und 19. September 2003 zum 7. Internationalen Markentechnikum® in Genf. Weiterer Text über ots. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Institut für Markentechnik Genf".

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    Genf (ots) - Über 130 Unternehmer, Vorstände und Markenmanager aus mehr als 40 Branchen trafen sich am 18. und 19. September 2003 zum 7. Internationalen Markentechnikum® in Genf. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand das Thema "Marken in der Zerreissprobe zwischen Qualität und Preis".

    Discounter und Handelsmarken legen kontinuierlich zu. Die Marke als Garant für Qualität wird zunehmend in Frage gestellt. Durch Entwicklungsleistung, beständige Sortimente und wertige Produktausstattungen hatte sie ursprünglich eine abgegrenzte Qualitätsposition aufgebaut. Gegenüber positionierte sich das Preislager mit einer logistischen Geschäftspolitik: Standardprodukte in Minimalausstattung, preisaggressives, wechselndes Angebot.

    Obwohl Markenartikler im Preiskampf nur verlieren können, orientieren sie sich heute verstärkt am Marktverhalten des Preislagers. Die resultierende Ertragsminderung zwingt zu Kostensenkungs-Programmen. Qualitative Abrüstung, Produktionsverlagerung und Arbeitsplatzvernichtung sind die Folge. Die Produktion billiger Zweitmarken und Belieferung von Handelsmarken verschärft die Problematik zusätzlich.

    Dem Verbraucher bleibt nur der Preis als Vergleichsmassstab. Manfred Schmidt, Vorsitzender des Instituts für Markentechnik: "Marken und Handel haben sich ins Niemandsland zwischen Qualität und Preis manövriert. Damit dem Konsumenten Wahlmöglichkeiten zwischen wertgerechten Angeboten erhalten bleiben, müssen beide Seiten dafür sorgen, dass Produkt- und Qualitätsvielfalt auch künftig garantiert sind".

    Fazit: Um Marken zur ursprünglichen Vertrauensposition zurückzuführen, sind Umkehrmassnahmen nötig. Wie das gelingt, bewiesen die Konferenzbeiträge. Edeka gewährte Einblick, wie eine Marke aufgestellt sein muss, damit der Handel sie als notwendigen Teil seines Sortiments versteht. Nokia zeigte, wie es möglich ist, in einer der härtesten Branchen neue Produktsstandards zu setzen und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Gore-Tex bewies dies sogar als Ingredient Brand. Die Profiwerkzeug-Marke Festool schaffte den Turnaround durch rückführende Massnahmen, d.h. gezielte Konzentration der Stärken auf wenige Branchen.

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