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19.09.2003 – 09:25

Institut für Markentechnik

Genfer Konferenz für Markenführung: Marken in der Zerreissprobe zwischen Qualität und Preis

Genfer Konferenz für Markenführung: Marken in der Zerreissprobe zwischen Qualität und Preis
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Genf (ots)

Querverweis auf Bild: www.newsaktuell.ch/d/story.htx?nr=100466988
Über 130 Unternehmer, Vorstände und Markenmanager aus
mehr als 40 Branchen trafen sich am 18. und 19. September 2003 zum 7.
Internationalen Markentechnikum® in Genf. Im Mittelpunkt der
diesjährigen Veranstaltung stand das Thema "Marken in der
Zerreissprobe zwischen Qualität und Preis".
Discounter und Handelsmarken legen kontinuierlich zu. Die Marke
als Garant für Qualität wird zunehmend in Frage gestellt. Durch
Entwicklungsleistung, beständige Sortimente und wertige
Produktausstattungen hatte sie ursprünglich eine abgegrenzte
Qualitätsposition aufgebaut. Gegenüber positionierte sich das
Preislager mit einer logistischen Geschäftspolitik: Standardprodukte
in Minimalausstattung, preisaggressives, wechselndes Angebot.
Obwohl Markenartikler im Preiskampf nur verlieren können,
orientieren sie sich heute verstärkt am Marktverhalten des
Preislagers. Die resultierende Ertragsminderung zwingt zu
Kostensenkungs-Programmen. Qualitative Abrüstung,
Produktionsverlagerung und Arbeitsplatzvernichtung sind die Folge.
Die Produktion billiger Zweitmarken und Belieferung von Handelsmarken
verschärft die Problematik zusätzlich.
Dem Verbraucher bleibt nur der Preis als Vergleichsmassstab.
Manfred Schmidt, Vorsitzender des Instituts für Markentechnik:
"Marken und Handel haben sich ins Niemandsland zwischen Qualität und
Preis manövriert. Damit dem Konsumenten Wahlmöglichkeiten zwischen
wertgerechten Angeboten erhalten bleiben, müssen beide Seiten dafür
sorgen, dass Produkt- und Qualitätsvielfalt auch künftig garantiert
sind".
Fazit: Um Marken zur ursprünglichen Vertrauensposition
zurückzuführen, sind Umkehrmassnahmen nötig. Wie das gelingt,
bewiesen die Konferenzbeiträge. Edeka gewährte Einblick, wie eine
Marke aufgestellt sein muss, damit der Handel sie als notwendigen
Teil seines Sortiments versteht. Nokia zeigte, wie es möglich ist, in
einer der härtesten Branchen neue Produktsstandards zu setzen und
gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Gore-Tex bewies dies
sogar als Ingredient Brand. Die Profiwerkzeug-Marke Festool schaffte
den Turnaround durch rückführende Massnahmen, d.h. gezielte
Konzentration der Stärken auf wenige Branchen.
Weitere Texte unter: www.markentechnik.ch

Kontakt:

Institut für Markentechnik Genf
Internationale Wirtschaftsberatung
für strategische und operative Markenführung
Christian Schölnhammer
12, Avenue des Morgines
CH-1213 Genève
E-Mail: christian.schoelnhammer@markentechnik.ch