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HEV Schweiz: Obligatorische Erdbebenversicherung - Warum?

    Zürich (ots) - Der HEV Schweiz steht der Einführung einer landesweiten, obligatorischen Erdbeben-versicherung sehr kritisch gegenüber!

    Der Bundesrat hat heute entschieden, die Erdbebenvorsorge mit einem Massnahmenpaket zu in-tensivieren.

    Im Rahmen der Erdbebenvorsorge haben die Privatversicherer und die Kantonalen Gebäudever-sicherer eine Lösung für eine landesweite, solidarische Erdbebenversicherung entwickelt. Der HEV Schweiz steht einer solchen obligatorischen Erdbebenversicherung sehr kritisch gegenüber. Um die Folgen eines seltenen Ereignisses - wie die eines starken Erdbebens bspw. aus dem Jahre 1356 - abzuwehren, sollen einmal mehr die Hauseigentümer selbst in die Tasche greifen? Auf Kosten der schweizweiten Solidarität wird vorgeschlagen, eine obligatorische Erdbebenversicherung einzufüh-ren, welche höchstwahrscheinlich nicht einmal die Folgen des zu versichernden Eventualfalles decken könnte.

    Der HEV Schweiz ist der Ansicht, dass im Falle eines schweren Erdbebenereignis, die Bevölkerung auf die Hilfe des Bundes zählen können muss; finanziell, humanitär und fachlich. Der Bund hat schliesslich auch die Mittel, um ein Finanzinstitut der Schweiz mit 68 Mio. Franken zu unterstützen!

    Dass der Bundesrat die Bevölkerung bezüglich der Einhaltung der Bauvorschriften für die Erd-bebenvorsorge sensibilisieren will, ist zu begrüssen. Im Neubaubereich ist die Anwendung von ver-hältnismässigen Sicherheitsvorschriften möglich. Im Bereich der bestehenden Bauten sind wir-kungsvolle Massnahmen in der Regel technisch jedoch gar nicht mehr nachrüstbar oder aber oft nur mit unverhältnismässigen Kosten verbunden. Entsprechend können Eigentümer von bestehenden Bauten nicht verpflichtet werden, nachträgliche Erdbebenschutzmassnahmen zu ergreifen.

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