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10.11.2020 – 09:00

Fürstentum Liechtenstein

Neu Statistik zu Forschung und Entwicklung veröffentlicht

VaduzVaduz (ots)

Das Amt für Statistik hat eine neue Statistik zu den Aufwendungen und Personal im Bereich der Forschung und Entwicklung (F+E-Statistik) erarbeitet und erstmals veröffentlicht. Die Statistik beinhaltet international vergleichbare Angaben zu den F+E-Aufwendungen und zum F+E-Personal in Liechtenstein und wird künftig alle vier Jahre erscheinen.

Erstmalige Erhebung der F+E-Tätigkeit in Liechtenstein

Mit der F+E-Statistik 2019 werden erstmals in systematischer Weise international vergleichbare Angaben zu den F+E-Aufwendungen und zum F+E-Personal in Liechtenstein erhoben. Die verwendeten Definitionen basieren auf dem Frascati-Handbuch 2015 der OECD, welches die Leitlinien für die Erhebung und Meldung von Daten über Forschung und experimentelle Entwicklung enthalten und die Grundlage für die F+E-Statistiken im Europäischen Statistischen System darstellt. Erfasst werden in der F+E-Statistik interne F+E-Aufwendungen, deren Finanzierung, die externen F+E-Aufwendungen sowie das F+E-Personal der privatwirtschaftlichen Unternehmen, der Forschungseinrichtungen sowie des Staates in Liechtenstein.

375 Mio. für Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2019 wurden in Liechtenstein insgesamt CHF 375.4 Mio. für interne Forschung und Entwicklung (F+E) aufgewendet. Treiber der F+E-Aufwendungen sind dabei die privatwirtschaftlichen Unternehmen. Sie wendeten 2019 insgesamt CHF 366.5 Mio. auf und kamen damit für 98% der gesamten internen F+E-Aufwendungen in Liechtenstein auf. Die liechtensteinischen Forschungseinrichtungen verzeichneten Aufwendungen von insgesamt CHF 8.4 Mio., im Sektor Staat fielen CHF 0.5 Mio. an.

1367 Personen in der Forschung tätig

2019 waren 1367 Personen in Liechtenstein im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Dabei zeigt sich die grosse Abhängigkeit von ausländischen Fachkräften. Nur gerade 16.1% der Beschäftigten verfügten über die liechtensteinische Staatsangehörigkeit. Auch Frauen sind in den F+E-Berufen in der Unterzahl. 2019 lag der Frauenanteil insgesamt bei 19.9%.

Spitzenwert im internationalen Vergleich

Im internationalen Vergleich nimmt Liechtenstein in der Forschung und Entwicklung einen Spitzenplatz ein. 5.6% des Bruttoinlandsprodukts werden in Liechtenstein für die internen F+E-Aufwendungen aufgewendet. Damit liegt Liechtenstein vor Israel mit 4.9% und Südkorea mit 4.5%, welche die Liste der forschungsintensivsten Länder der OECD anführen.

Pressekontakt:

Amt für Statistik
Simon Gstöhl
T +423 236 68 77

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