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Sieben Tipps zum Kauf eines Elektroautos

Vernier/Ostermundigen (ots)

Für den Kauf eines Autos braucht es immer etwas Vorbereitung, ganz gleich ob Vollelektrisch, Hybrid oder konventionell. Für ein Elektroauto braucht es noch ein paar zusätzliche Überlegungen. Was muss ich bei der Installation einer Wallbox beachten? Wie viel Reichweite benötige ich wirklich? Der TCS hat sieben wichtige Punkte zusammengestellt.

Wenn das treibstoffangetriebene Auto das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, stehen viele Automobilistinnen und Automobilisten vor der Entscheidung auf ein Elektroauto umzusteigen. Erst jetzt will man sich mit den Details für den Alltag auseinandersetzen.

1. Reichweitenbedürfnis realistisch einschätzen

Es ist wichtig, den Bedarf richtig einzuschätzen. Dafür helfen ein paar Faustregeln. Im Alltag ist es komfortabel, wenn man genügend Reichweite für zwei bis vier Tage hat. Für Langstreckenreisen ist ein guter Mix aus Reichweite, Energieeffizienz und Ladeleistung am Schnelllader (z.B. über 150kW) wichtiger als die blosse Akkugrösse. Für Ferienreisen im Winter sollte die Norm-Reichweite (WLPT) etwa der doppelten Distanz bis zur ersten Pause entsprechen. Diese findet oft nach etwa zwei Stunden statt. Bei E-Occasionen zieht man den Zertifikatwert (z.B. 90%) in Betracht, so hat ein 5-jähriges Auto mit WLTP 500 Kilometern gegebenenfalls also noch eine Reichweite von 450 Kilometern.

2. Lademöglichkeiten vor dem Kauf abklären

Am bequemsten und kostengünstigsten ist das Laden zu Hause. Für Eigenheimbesitzer ist die Installation meist unkompliziert, während Mieterinnen, Mieter und Stockwerkeigentümer die Zustimmung des Vermieters bzw. der Eigentümerversammlung benötigen. Alternativ kann man in der Umgebung Möglichkeiten für langsames und schnelles Aufladen abklären. Etwa im nahgelegenen Einkaufszentrum oder auf einem öffentlichen Parkplatz in der Nähe der Wohnung. In diesem Fall sollte das Budget anhand der angebotenen kWh-Preise berechnet werden.

Tiefgaragen und Einstellhallen können mit einer Grundinstallation gemäss SIA Merkblatt 2060 ausgerüstet werden, die im Wesentlichen aus einem Lastmanagement und einem Flachbandkabel besteht. Nutzerinnen und Nutzer, welche auf Elektromobilität umsteigen, können dann einfach und kostengünstig die Wallbox daran anschliessen. Die Kosten für die Wallbox tragen sie selbst. Die Abklärungen, der sogenannte eMobility CheckUp, kann auf der Website von swiss eMobility bestellt werden. Weitere Informationen zu kantonalen und kommunalen Förderbeiträgen bietet die Website www.Energiefranken.ch. Viele Kantone und Gemeinden unterstützen Elektroautos mit Steuererleichterungen oder Beiträgen an Ladeinfrastrukturen.

3. App oder Karte für unterwegs nicht vergessen

Für das alltägliche Laden an öffentlichen Ladestationen ist eine Lade-App zu nutzen. Der TCS empfiehlt seinen Mitgliedern die TCS eCharge App oder Karte. Sie bietet eine umfassende Abdeckung in der Schweiz und Europa. Die Ladekarte und die Nutzung der App sind kostenfrei. Die Preise für die Ladung werden vom jeweiligen Ladepunktbetreiber (Charge Point Operator, CPO) gesetzt und variieren von Ladepunkt zu Ladepunkt. Die Bandbreite der Preise ist grösser als beim Benzinpreis. Vorausschauend einen Ladestopp zu planen ist grundsätzlich besser, als von der Notwendigkeit eines Stopps überrascht zu werden. Genauso wie Autofahrerende mit Treibstoff in ihrem Umfeld wissen, an welcher Tankstelle sie am besten tanken, werden die meisten Elektroautos im Alltag immer an den gleichen Ladepunkten aufgeladen.

4. E-Auto Besonderheiten beachten

Weil Elektroautos wegen der Batterie eine andere Gewichtsverteilung haben (rund 50/50) als Verbrenner (60/40), braucht man im Winter auf normalen Strassen (auch in Berggebieten) weniger oft einen Allradantrieb. Ein Hinterradantrieb mit guten Reifen ist für die allermeisten winterlichen Strassen bei Elektroautos genügend.

Der fein dosierbare Elektroantrieb macht auch Fahren mit Anhänger einfacher, insbesondere bei Manövern wie Anfahren am Berg. Herausfordernder kann das öffentliche Laden mit Anhänger werden, da der Anhänger an vielen Schnellladern keinen Platz hat und deshalb abgekoppelt werden muss. Der Energieverbrauch mit Anhänger ist etwa doppelt so hoch wie ohne. Entsprechend müssen etwa doppelt so viele Ladestopps eingerechnet werden.

5. Auch ein gebrauchtes Elektroauto ist eine Option

Auf dem Occasionmarkt gibt es für Elektroautos attraktive Angebote mit fairen Preisen. Der Wiederverkaufswert entwickelt sich bei Elektroautos ähnlich wie bei konventionellen: in den ersten vier Jahren ist der Wertverlust am intensivsten, danach nimmt er ab. Der TCS erachtet ein Elektroauto mit gutem Batteriezertifikat, zwischen vier und fünf Jahre alt und mit weniger als 75'000 km Laufleistung für besonders vorteilhaft.

6. Sich über Garantiefristen und Leistungen informieren

Ein Elektroauto hat normalerweise zwei Garantiefristen: Erstens die Garantie auf das Fahrzeug an und für sich (mindestens zwei Jahre) und zweitens auf der Batterie (meist acht Jahre oder 160'000 Kilometer). Man sollte sich über die Garantiefristen und der inkludierten Leistungen und Materialien einer bestimmten Marke vertieft informieren, es gibt grosse Unterschiede, die in einem Autoleben ein paar Tausender ausmachen können. Bei der Batteriegarantie gibt es solche, die den ganzen Antriebsstrang unter Garantie nehmen, während andere nur die Batterie selbst abdecken. Gut zu wissen: Die acht Jahre Garantie gilt auch bei E-Occasionen.

Die vorgeschriebenen Serviceintervalle und Servicekosten können ebenfalls stark variieren. Obwohl Elektroautos meist substanziell günstiger im Unterhalt sind, können häufigere Serviceinterwalle und vorgeschriebene Flüssigkeitswechsel auch hier unter dem Strich schnell mal ins Geld gehen, wenn sie nicht in der Garantie inbegriffen sind.

7. Verschiedene Modelle vergleichen

Die Auswahl an Marken und Modellen ist heute bei Elektrischen gleich gross wie bei konventionellen Autos. Und welches Budget steht überhaupt zur Verfügung? Die Kosten der Anschaffung betragen rund 40 Prozent der Gesamtkosten, rund 60 Prozent fallen auf laufende Betriebskosten. Wie bei allen Autos gibt es auch bei neuen Elektroautos mehrere Varianten: Kauf, Kredit, Leasing oder Miete.

Die TCS Autosuche bietet die Möglichkeit, mit Filtern verschiedenste Kriterien einzustellen, verschiedene Automarken und -modelle (Verbrenner, Elektro und Hybrid) können direkt verglichen werden, etwa wie Akkukapazitäten, Reichweiten, Anhängelast oder Kilometerkosten sowie Klimabilanzen (CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus).

Pressekontakt:

Vanessa Flack, Mediensprecherin TCS
Tel. 058 827 34 41 | vanessa.flack@tcs.ch

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