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HEKS - Hilfswerke der Evang. Kirche / EPER - L'Entraide Protestante Suisse

Fachkräfte für "Interkulturelles Vermitteln" gesucht

Fachkräfte für "Interkulturelles Vermitteln" gesucht
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In einer Gesellschaft mit vielen Sprachen und Kulturen ist Verständigung entscheidend für Chancengleichheit und Zusammenhalt. Interkulturelle Vermittler:innen tragen dazu bei, dass Informationen korrekt vermittelt werden, Vertrauen entsteht und faire Entscheidungen möglich sind. Dafür braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Der Bedarf ist gross, insbesondere an Fachpersonen mit eigener Migrationsbiografie. Mit neuen Lehrgängen bildet HEKS MEL, ein Programm der HEKS-Geschäftsstelle beider Basel, Fachpersonen aus und stärkt so Fairness, Teilhabe und die Chancen der nächsten Generation. Der nächste Lehrgang startet im August 2026.

Interkulturelle Vermittler:innen leisten weit mehr als nur eine Übersetzung. Während Dolmetscher:innen Gespräche lediglich sprachlich übertragen, geht die Aufgabe von interkulturellen Vermittler:innen darüber hinaus: Sie erklären Inhalte, vermitteln Hintergrundwissen und helfen dabei, kulturelle Unterschiede und Lebensrealitäten verständlich einzuordnen. So entsteht gegenseitiges Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.

HEKS bildet Vermittler:innen aus

Das HEKS-Ausbildungsprogramm MEL qualifiziert Fachpersonen gezielt für die anspruchsvolle Tätigkeit des interkulturellen Vermittelns. Es wird von der HEKS-Geschäftsstelle beider Basel angeboten. In anerkannten Aus- und Weiterbildungen werden die Teilnehmenden auf Einsätze in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Soziales sowie Asyl und Justiz vorbereitet. Viele Teilnehmende verfügen bereits über Erfahrung im interkulturellen Dolmetschen. Da reines Übersetzen jedoch oft nicht ausreicht, um Inhalte zu erklären oder Menschen zu begleiten, baut die Ausbildung darauf auf und erweitert die Kompetenzen gezielt in Richtung Vermittlung.

Einstieg ins Berufsleben

Für viele Menschen mit Migrationshintergrund ist diese Ausbildung der erste Schritt ins Schweizer Berufsleben. Sie eröffnet neue berufliche Perspektiven, stärkt die gesellschaftliche Teilhabe und unterstützt die Integration qualifizierter, mehrsprachiger Fachkräfte. „Bildung bedeutet in diesem Kontext, einen chancengerechten Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und Selbstbestimmung zu gewährleisten”, so Katharina Kerpan, Leiterin der HEKS-MEL-Bildungsangebote.

Wo arbeiten Vermittler:innen?

Interkulturelle Vermittler:innen sind heute in Workshops, Elternbildungsangeboten, Gruppenleitungen sowie in der Beratung von Fachpersonen tätig. Sie wirken unter anderem in Angeboten für ältere fremdsprachige Migrant:innen mit, begleiten Informationsveranstaltungen zum Thema Arbeitsintegration und unterstützen fremdsprachige Familien mit schulpflichtigen Kindern im Projekt „Brückenbauer:innen”. Dabei schaffen sie Räume für Austausch, beantworten Alltagsfragen und fördern den Dialog auf Augenhöhe. So tragen sie dazu bei, dass Menschen unabhängig von Sprache und Herkunft bessere Chancen im gesellschaftlichen Leben haben.

Keine technische Ersatzlösung durch KI

Interkulturelle Vermittlung lässt sich nicht durch technische Lösungen ersetzen. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz kann sprachliche und kulturelle Vermittlungsarbeit in sensiblen Gesprächssituationen nur begrenzt unterstützen. Wo es um Vertrauen, Verantwortung und situatives Einordnen geht, ist professionell ausgebildetes Fachpersonal weiterhin unverzichtbar.

Die nächste Informationsveranstaltung zur Ausbildung «Interkulturelles Vermitteln» findet statt am 10. Juni 2026 online via Zoom um 18-19 Uhr

Der nächste Lehrgang startet am Samstag, 15.08.2026

Interessierte wenden sich bitte an die Kursleiterin Irene Zwetsch irene.zwetsch@heks.ch

Angebot für Medienschaffende:

Wir bieten Gelegenheit für ein Interview/eine Begleitung mit Patricia Siegrist-Pacheco, interkulturelle Vermittlerin. Sie kommt ursprünglich aus Peru. 2014 absolvierte sie den Lehrgang für interkulturelles Dolmetschen und ist heute in verschiedenen Programmen der HEKS Geschäftsstelle beider Basel tätig. Zudem engagiert sie sich als Mediatorin im Quartiertreff Oekolampad oder mit älteren Migrant:innen im Angebot von HEKS « Café Glück». Sie gibt gerne Einblick in ihren Berufsalltag als Vermittlerin.

Kontakt für Medienschaffende

Katharina Kerpan, Leiterin HEKS-MEL Bildungsangebote, HEKS-Geschäftsstelle beider Basel, Telefon: +41 (0)61 367 94 40, E-Mail: katharina.kerpan@heks.ch

Website: www.heks.ch/mel

Bettina Filacanavo
Medien & Information
HEKS - Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz
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Telefon: 044 360 88 24 oder Pickethandy: 076 461 88 70
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