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05.12.2005 – 08:00

Eidg. Departement des Innern (EDI)

Berufliche Vorsorge: Bericht über die finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen und Lebensversicherer

3 Dokumente

      (ots)

Der Bundesrat hat den jährlichen Bericht des Bundesamtes
für Sozialversicherung über die finanzielle Lage der
Vorsorgeeinrichtungen und der Lebensversicherer in der beruflichen
Vorsorge zur Kenntnis genommen. Die finanzielle Lage der
Vorsorgeeinrichtungen hat sich im letzten Jahr infolge der positiven
Entwicklung der Finanzmärkte leicht verbessert. Per 31. Dezember
2004 befanden sich 10.1 Prozent der Vorsorgeeinrichtungen in
Unterdeckung ( Ende 2003: 11.2%). Zwar dürfte die erfreuliche
Entwicklung der Finanzmärkte in diesem Jahr zu einer weiteren
Entspannung der Lage führen, doch sind die Folgen der negativen
Börsenjahre noch immer spürbar.

    Weniger Einrichtungen in Unterdeckung Das Bundesamt für Sozialversicherung hat bei den Aufsichtsbehörden der beruflichen Vorsorge wie in den Vorjahren eine Umfrage zur Unterdeckung der Vorsorgeeinrichtungen durchgeführt. Daraus geht hervor, dass sich von den registrierten und nichtregistrierten Kassen Ende 2004 353 Vorsorgeeinrichtungen oder 10.1% in Unterdeckung befanden. Ende 2003 waren es noch 486 Vorsorgeeinrichtungen oder 11.2%. Werden nur die registrierten Vorsorgeeinrichtungen betrachtet, so befanden sich 14.4% in Unterdeckung (2003: 17%). Bezogen auf die Bilanzsumme der registrierten Vorsorgeeinrichtungen beläuft sich die Unterdeckung auf rund 25.7 Milliarden Franken. Der kleinere Teil davon, knapp 7 Milliarden Franken, entfällt auf Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie. Die Zahlen 2004 sind provisorische Werte aufgrund von 85% aller Kassen in Unterdeckung, die Zahlen 2003 hingegen basieren auf einer Vollerfassung der Kassen in Unterdeckung (inkl. Nacherhebung).

    Risikofähigkeit bleibt eingeschränkt Trotz diesen Verbesserungen bleibt die finanzielle Lage vieler Vorsorgeeinrichtungen angespannt. Viele Vorsorgeeinrichtungen weisen ungenügende Wertschwankungsreserven auf. Gemäss einer Umfrage der Complementa Investment-Controlling AG wiesen per Ende 2004 rund 47% der befragten privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen eine eingeschränkte Risikofähigkeit auf. Die Fähigkeit, die Schwankungen der Finanzmärkte auszugleichen, ist demnach bei vielen Kassen eingeschränkt. Die Entwicklung der Finanzmärkte in diesem Jahr dürfte jedoch zu einer weiteren Verbesserung der finanziellen Situation der Vorsorgeeinrichtungen führen.

    Auch bei den Lebensversicherern konnte eine Verbesserung der Situation festgestellt werden. Vereinzelt haben sich allerdings Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der beruflichen Vorsorge vom Markt zurückgezogen.

S Beilage

EIDG. DEPARTEMENT DES INNEREN Presse- und Informationsdienst

Auskünfte: Tel. 031 322 94 18 Joseph Steiger Bundesamt für Sozialversicherung

Der Bericht inkl. Anhang ist im Internet verfügbar unter www.bsv.admin.ch/bv/grundlag/d/index.htm