Eidg. Departement des Innern (EDI)

Psychologieberufegesetz: Vernehmlassung eröffnet

      (ots) - Der Bundesrat hat das EDI beauftragt, ein Vernehmlassungsverfahren
zum Vorentwurf des Bundesgesetzes über die Psychologieberufe (PsyG)
durchzuführen. Dank einer einheitlichen Regelung der
Psychologieberufe auf Bundesebene sollen Patientinnen und Patienten
besser geschützt werden. Die Vernehmlassungsfrist dauert bis 31.
Oktober 2005.
In der Schweiz gibt es zurzeit keine landesweite Regelung für die
Psychologie-Grundausbildung und die darauf aufbauenden
Weiterbildungsgänge. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI)
hat vom Bundesrat den Auftrag erhalten, ein Bundesgesetz zur
Regelung der Anforderungen an das Psychologiestudium und die
Weiterbildung in Psychotherapie auszuarbeiten. Mit dem
Psychologieberufegesetz sollen Psychologieberufe auf nationaler
Ebene einheitlich geregelt werden. Bisher regeln die Kantone die
Zulassung und Ausübung der Psychologieberufe in unterschiedlicher
Weise oder gar nicht. Während der Titel der Psychotherapie in 23
Kantonen definiert ist, ist der Titel  "Psychologe/Psychologin"
nicht geschützt, das heisst, jede Person darf sich Psychologe bzw.
Psychologin nennen. Der fehlende Titelschutz erschwert die
Überprüfung der Qualifikationen der Anbieter psychologischer
Dienstleistungen und bietet keinen Schutz vor Täuschung und
Irreführung.
Der unter Federführung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG)
erarbeitete Gesetzesentwurf bezweckt die Qualitätssicherung in der
Aus- und Weiterbildung sowie die Verbesserung des
Konsumentenschutzes (Titelschutz) der psychologischen Berufe.
Psychologische Dienstleistungen im Gesundheitsbereich sollen in
Zukunft auf einer Hochschulausbildung basieren. Für die
selbstständige Berufsausübung wird ein eidgenössisch anerkannter
Weiterbildungstitel vorgeschrieben, der nur über akkreditierte
Weiterbildungsgänge erworben werden kann. Für die selbstständige
Berufsausübung muss zudem eine kantonale Bewilligung vorliegen.
Das Psychologieberufegesetz verfolgt Qualitätsziele in der Aus- und
Weiterbildung. Die Inkraftsetzung dieses Gesetzes würde nicht
bedeuten, dass die darin geregelten Berufsgruppen als
Leistungserbringer im Sinne des KVG anerkannt würden.
Die Vernehmlassung dauert bis 31. Oktober 2005. Innerhalb dieser
Frist können Stellungnahmen beim BAG eingereicht werden.

Bezug des Gesetzestexts und des erläuternden Berichts:
http://www.bag.admin.ch/berufe/projektpsych/vernehmlassung/d/

EIDG. DEPARTEMENT DES INNERN Presse- und Informationsdienst

Auskunft: Bundesamt für Gesundheit, Heinz Roth,  Projektleiter Psychologieberufegesetz, Tel: 031 322 95 05



Weitere Meldungen: Eidg. Departement des Innern (EDI)

Das könnte Sie auch interessieren: