Travail.Suisse

Gegen Salamitaktik bei Nacht- und Sonntagsarbeit

Bern (ots) - Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, unterstützt das Referendum gegen die Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops. Das hat der Vorstand an seiner gestrigen Sitzung entschieden. Er hat zudem sowohl für den Verfassungsartikel zur Familienpolitik wie für das revidierte Raumplanungsgesetz, die am 3. März 2013 zur Abstimmung kommen werden, die Ja-Parole beschlossen.

Der Vorstand von Travail.Suisse will keine zusätzliche Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops. Dieses Vorhaben ist ein weiterer Schritt in Richtung der totalen Liberalisierung der Nacht- und Sonntagsarbeit. Sonntags- und Nachtarbeit führen erwiesenermassen zu gesundheitlichen Problemen und schränken das soziale Leben der betroffenen Arbeitnehmenden und ihrer Familien stark ein. Mit dem Detailhandel ist zudem eine Branche betroffen, in welcher es kaum Gesamtarbeitsverträge gibt und wo die Beschäftigten bereits heute in teilweise prekären Arbeitsbedingungen arbeiten müssen.

In vielen Kantonen wurde in den letzten Jahren die Liberalisierung der Öffnungszeiten im Detailhandel von der Stimmbevölkerung abgelehnt. Auch in Bezug auf die Liberalisierung der Öffnungszeiten der Tankstellenshops soll das Volk das letzte Wort haben.

Abstimmungen vom 3. März 2013: Ja zum Familienartikel und zum Raumplanungsgesetz

Der Vorstand von Travail.Suisse sagt Ja zum Verfassungsartikel über die Familienpolitik. Eine aktivere Rolle des Bundes in der Familienpolitik und insbesondere bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist angesichts der demografischen Entwicklung dringend angezeigt. Mit dem Verfassungsartikel wird ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer umfassenden Familienpolitik getan.

Bezüglich der Revision des Raumplanungsgesetzes hat sich der Vorstand von Travail.Suisse ebenfalls für ein Ja ausgesprochen. Das revidierte Raumplanungsgesetz bremst die Zersiedelung, bewahrt die landschaftliche Qualität der Schweiz und sichert gleichzeitig ihre Entwicklungsmöglichkeiten.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hat der Vorstand von Travail.Suisse zur Abzockerinitiative die Nein-Parole beschlossen.

Kontakt:

Martin Flügel, Präsident, 031/370'21'11 oder 079/743'90'05,
www.travailsuisse.ch



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