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Media Service: Heute in der "Handelszeitung" vom Mittwoch, 19. März 2008: Themen siehe Text im Lead.

Zürich (ots)

OC Oerlikon soll milliardenschweren Zukauf tätigen
Der Technologiekonzern OC Oerlikon soll Anfang Mai für rund 1 Mrd 
Euro die M+W Zander-Sparte Facility Engineering - eine Spezialistin 
für  Reinraumtechnik mit Sitz in Singapur - übernehmen. Das haben 
Recherchen der «Handelszeitung» in Unternehmens- und Finanzkreisen 
ergeben. Verkäuferin ist die Wiener Beteiligungsfirma Victory, die  
M+W Zander vollständig kontrolliert und gleichzeitig 27,57% an 
Oerlikon hält. Pikant: Mit Zander vertraute Personen sehen den fairen
Wert der Sparte «bei maximal 300 Mio Euro». Zwar dementiert 
Victory-Chef Ronny Pecik gegenüber der «Handelszeitung»: «M+W Zander 
steht nicht zum Verkauf.» Doch das sehen involvierte Kreise anders. 
Allein im März fanden mehrere Treffen zum Fall Zander in Wien statt. 
Neben Victory nahmen Vertreter von Oerlikon, Zander und sowie Berater
von McKinsey und Bain & Company teil.
Wollen Italiener die Bär-Tochter GAM kaufen?
Das italienische Finanzinstitut Intesa Sanpaolo plant offenbar, 
die Julius-Bär-Tochter GAM zu übernehmen. Intesa biete rund 5,5 Mrd 
Dollar. Der Deal könnte in Kürze über die Bühne gehen, bestätigen 
Insider gegenüber der "Handelszeitung".  "Die Italiener drücken aufs 
Tempo, sie wollen GAM unbedingt und sind bereit, tief in die Tasche 
zu greifen", sagt ein Bär-Kader. Das Unternehmen GAM beschäftigt 800 
Angestellte und verwaltet 86 Mrd Fr.
Toni Luginbühl: "Die Situation wird zu wenig ernst genommen"
Toni Luginbühl, Präsident der Geschäftsleitung der Zuger 
Kantonalbank, sieht im Steuerstreit den Druck auf die Schweiz 
zunehmen. "Die Situation wird in Politik- wie auch in Bankkreisen zu 
wenig ernst genommen", sagt er im Interview mit der "Handelszeitung".
Die Banken müssten sich überlegen, ob sie einen Beitrag gegen 
Steuerhinterziehung oder Steuerbetrug leisten können. Zu schaffen 
macht Luginbühl auch die Finanzkrise. "Beim Zinsdifferenz-Geschäft 
liegen wir im 1. Quartal leicht über Budget, im indifferenten 
Geschäft leicht darunter." Trotzdem rechnet er 2008 mit einem höherem
Gewinn. Die Zuger Kantonalbank wolle ausserdem die Ausschüttungen 
kontinuierlich steigern.
Bertarelli gründet Private-Equity-Fonds im Healthcare-Bereich
Lange Zeit wurde darüber spekuliert, welche beruflichen Pläne 
Ernesto Bertarelli nach dem Verkauf seines Genfer Biotechunternehmens
Serono an den deutschen Chemie- und Pharmakonzern Merck hegt. Jetzt 
lüftet er den Schleier. "Ich arbeite an der Lancierung eines 
Private-Equity-Fonds", sagt er gegenüber der "Handelszeitung". "Denn 
ich möchte weiterhin im Healthcare-Bereich aktiv sein", ergänzt 
Bertarelli. Er werde nicht der Chef des Fonds sein, aber dessen 
grösster Investor. "Die Planung hat erst begonnen. Im Herbst wissen 
wir mehr, so der mehrfache Milliardär.
Gurit-CEO Rudolf Hadorn bestätigt Finanzziele für 2008
Der CEO will den schlingernden Hochleistungskunststoff-Produzenten
Gurit in laufenden Jahr stabilisieren. "Das Unternehmen hat 2007 eine
schwierige Phase durchlaufen. Jetzt sind wir auf Kurs", sagt er im 
Interview mit der "Handelszeitung". Im laufenden Geschäftsjahr werde 
Gurit 7 bis 10% organisch wachsen und eine Ebit-Marge von rund 4% 
erzielen. "2010 soll das Umsatzwachstum bei über 10% liegen, die 
Ebit-Marge bei 8 bis 10%", sagt Hadorn. Die Wachstumsaussichten im 
umsatzstärksten Windenergie-Geschäft sieht Hadorn intakt. Zwar 
erwartet er für 2008 "klar weniger Wachstum" im Vergleich zum 
Vorjahr, allerdings nicht, weil sich die Märkte abkühlten, sondern 
wegen des Basiseffekts. "Für 2009 sehe ich aber keinen Grund, warum 
wir nicht mit oder sogar leicht über dem Markt wachsen werden", 
betont Hadorn.
Finanzkrise geht in die nächste Runde
Der Kollaps der US-Investmentbank Bear Stearns steigert die Angst 
um die Zukunft der UBS. Könnte die Schweizer Grossbank auch ein Opfer
der Finanzkrise werden. «Die Krise ist noch lange nicht vorbei. Uns 
stehen noch ein, zwei schlechte Aktienjahre bevor», prognostiziert 
Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarkttheorie an der Universität
Basel. Er erwartet zudem weitere Überraschungen in den testierten 
Jahresberichten der Banken. Problematischer als die 
Wertberichtigungen der Banken beurteilt Zimmermann die rechtlichen 
Klagen, die jetzt auf die Banken zukommen werden. «Juristische 
Risiken sind die schlimmsten Risiken für die Finanzmärkte,» meint er,
denn «man weiss nie, was kommt und wie lange es dauert.»

Kontakt:

Nähere Auskunft erteilt Ihnen gerne Martin Spieler, Chefredaktor
"Handelszeitung", Zürich. Tel. 043 444 59 00.

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