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PwC-Studie "Swiss Entertainment & Media Outlook 2010-2014"

Zürich (ots)

Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche: 2014
ein Fünftel mehr Umsatz
Die Umsätze der Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche steigen
bis 2014 um insgesamt CHF 2,182 Mrd. von heute CHF 10,402 Mrd. auf 
CHF 12,584 Mrd. Der Löwenanteil stammt 2014 von den Ausgaben für 
Internetzugang (CHF 2,6 Mrd.), Zeitungen (CHF 2,2 Mrd.), TV-Gebühren 
und Lizenzen (CHF 2,1 Mrd.) und Internetwerbung (CHF 1,2 Mrd.). Trotz
dem Aufschwung im digitalen Bereich werden Zeitungen nicht 
verschwinden. Deren Umsatz bleibt stabil, das Wachstum jedoch gering.
Diese Erkenntnisse gehen aus der erstmals erschienenen Studie "Swiss 
Entertainment & Media Outlook 2010-2014" hervor.
Die Ausgaben für den Internetzugang (Festnetz und Mobile) belaufen
sich 2014 auf  CHF 2,6 Mrd. (2009: CHF 2 Mrd.). Treibende Kraft ist 
der Ausbau im Breitbandbereich. Am schnellsten wächst der mobile 
Internetzugang (16,8 Prozent pro Jahr; Umsatzsteigerung von CHF 134 
Mio. [2009] auf CHF 291 Mio. [2014]). Internetzugänge via Dial-up 
(Einwahlverbindung) werden hingegen um jährlich 14,4 Prozent 
abnehmen. "Die Nachfrage nach einem mobilen und schnellen 
Internetzugang ist enorm", sagt Franco Monti, Partner und Leiter 
Branchensektor Technologie, Infocomm, Entertainment und Medien bei 
PwC. "Sie wird durch die dritte und vierte Mobilfunkgeneration (3G 
und 4G) getrieben und steigt mit der Durchdringung des Marktes mit 
Smartphones, Netbooks und Tablet-PCs."
Internetwerbung: starker Zuwachs aufgrund Nachholbedarf
Für den Schweizer Internetwerbemarkt sagt die Studie ein 
jährliches Wachstum von 15,7 Prozent voraus (Verdopplung von CHF 584 
Mio. [2009] auf CHF 1,2 Mrd. [2014]). Search und Display-Werbung 
forcieren das Wachstum.  Der Markt für Search Advertising wird sich 
mit dem stärksten Wachstum im Bereich Internetwerbung (jährlich 18,5 
Prozent) von CHF 312 Mio. (2009) auf CHF 727 Mio. (2014) mehr als 
verdoppeln.
Printwerbung bleibt vorne
Trotz der starken Zunahme der digitalen Werbung wird die 
Printwerbung im Markt für Zeitungen (Abonnemente, Verkäufe, Werbung) 
weiterhin den grössten Marktanteil ausmachen. Die Ausgaben steigen um
durchschnittlich 0.9 Prozent jährlich von CHF 1,309 Mrd. (2009) auf 
CHF 1,370 Mrd. (2014). Auch im Bereich Konsumentenmagazine wächst die
Printwerbung; von CHF 607 Mio. (2009) auf CHF 623 Mio. (2014) - ein 
Wachstum von jährlich 0,5 Prozent. Insgesamt stellt die Printwerbung 
somit in diesen beiden Bereichen weiterhin den Löwenanteil der 
gesamten Einnahmen.
Markt für Aussenwerbung: Traditionelle Formate dominieren 
weiterhin
Für den Markt der Aussenwerbung (Plakate, ÖV-Werbung, Sport- und 
Stadionwerbung, Screens) wird bis 2014 ein jährliches Wachstum von 
2,7 Prozent vorausgesagt. Der Markt wächst damit von CHF 636 Mio. 
(2009) auf CHF 726 Mio. (2014). Der Anteil der digitalen Werbeflächen
wächst zwar kräftig, bleibt aber auch im Jahr 2014 deutlich unter 10 
Prozent des Gesamtmarktes.
TV- und Radio-Markt: wenig Dynamik am stark reguliertem Markt
Der Markt für TV-Gebühren und Lizenzen wird auch zulegen, 
allerdings nur um geschätzte 2,7 Prozent jährlich. Damit steigt der 
Umsatz von CHF 1,8 Mrd. (2009) auf 2,1 Mrd. (2014). Die Umsätze im 
Markt für TV-Werbung (TV-Werbung, -Websites, -Sponsoring und 
Mobil-TV) werden um 4,2 Prozent von CHF 616 Mio. (2009) auf CHF 757 
Mio. (2014) steigen.
Musikbranche: Switchover im Jahr 2012
Der Schweizer Markt für Musikdateien (Tonträger, Downloading, 
Streaming) wird nur wenig wachsen (0,9 Prozent pro Jahr von 294 Mio. 
[2009] auf CHF 314 Mio. [2014]). Grund dafür sind die Musikpiraterie 
und die Substitution physischer Formate mit günstigeren digitalen 
Formaten. Die digitale Distribution wird jährlich um 14,7 Prozent 
(CHF 15-20 Mio.) wachsen. 2012 wird erstmals in der Schweiz mehr 
Umsatz im digitalen Segment als im physischen Segment verzeichnet.
Filmsegment: goldene Zukunft für digitale Downloads
Der Verkauf und Verleih von Videos sowie Gebühren für 
Internetdownloads lassen den Umsatz von CHF 335 Mio. (2009) auf CHF 
386 Mio. (2014) steigen (jährliches Wachstum von 2,9 Prozent). Im 
Segment Film verzeichnet der Bereich von digitalen Downloads ein 
bemerkenswertes jährliches Wachstum von 91,1 Prozent.
Markt für Videogames: boomende Onlinespiele
Der Markt für Videogames wird zwischen 2009 (CHF 401 Mio.) und 
2014 (CHF 561 Mio.) um jährlich 6,9 Prozent zulegen. Damit ist dieser
Markt der insgesamt am zweitstärksten wachsende Markt (nach 
Internetwerbung) innerhalb der schweizerischen Unterhaltungs- und 
Medienbranche.
Zeitungsmarkt: Auch 2014 lesen wir noch Zeitung
Zeitungen werden nicht verschwinden, im Gegenteil: Nebst den 
traditionellen Printmedien haben Verlagshäuser die Möglichkeit, über 
eine Vielzahl von Bildschirmen und Medien ein zunehmend 
fragmentiertes Publikum zu erreichen. Das Wachstum im Zeitungsmarkt 
beträgt 0,8 Prozent, die Umsätze erhöhen sich damit von CHF 2,1 Mrd. 
(2010) auf CHF 2,2 Mrd. (2014).
Informationen zur Studie
Die PwC-Studie untersucht erstmalig spezifisch für die Schweiz 
Umsätze, Trends und Entwicklungen in den elf wichtigsten Bereichen 
der Unterhaltungs- und Medienbranche. Zu den untersuchten Segmenten 
gehören die Ausgaben für Internetzugang (Festnetz und Mobile), 
Internetwerbung, TV-Gebühren und Lizenzen, TV-Werbung, 
Musikaufnahmen, Filmindustrie, Videogames, Radio, Aussenwerbung und 
die Märkte für Konsumentenmagazine und Zeitungen. Die Prognosen 
beruhen auf den Analysen von PwC und Gesprächen mit führenden 
Persönlichkeiten aus der Schweizer Unterhaltungs- und Medienbranche.

Kontakt:

Franco Monti
Partner und Leiter Branchensektor Technologie, Infocomm,
Entertainment und Medien
PwC Schweiz
E-Mail: franco.monti@ch.pwc.com

Patrick Balkanyi
Partner und Leiter Sektor Entertainment und Medien
PwC Schweiz
E-Mail: patrick.balkanyi@ch.pwc.ch

Claudia Sauter
Communications Senior Manager
PwC Schweiz
E-Mail: claudia.sauter@ch.pwc.com

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