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Steigende Arbeitslosenzahlen im August 2010/ Tausende von Aussteuerungen bei ALV-Abbau

Bern (ots)

Im August hat die Langzeitarbeitslosigkeit weiter
zugenommen. Mittlerweile ist ein Viertel der Arbeitslosen davon 
betroffen. Das sind zu einem grossen Teil Personen über 50 Jahre. 
Besonders gross ist das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit in der 
lateinischen Schweiz - in Kantonen, die unter dem heutigen Gesetz die
Bezugsdauer auf 520 Tage verlängert haben.
Kommt der Abbau bei der Arbeitslosenversicherung (4. 
AVIG-Revision), werden Tausende von Personen ausgesteuert: Einerseits
wird es in den Krisenkantonen nicht mehr möglich sein, die 
Bezugsdauer zu verlängern, anderseits werden ältere Arbeitnehmende 
und Arbeitnehmende, die in prekären Jobs gearbeitet haben, weniger 
Taggelder erhalten.
Die Aussteuerung ist für die Betroffenen ein hartes Schicksal. Sie
müssen zur Sozialhilfe gehen. Für ältere Arbeitnehmende ist das 
besonders schlimm. Denn sie werden zuerst ihre Guthaben der 2. Säule 
aufbrauchen müssen, bevor sie Sozialhilfe erhalten. Das bedeutet, 
dass sie nicht nur in der Zeit, in der sie auf Sozialhilfe angewiesen
sind, ein tieferes Einkommen haben, sondern dass sie auch im 
Rentenalter deutlich weniger Geld zur Verfügung haben werden.
Der geplante ALV-Abbau spart auf dem Buckel der Benachteiligten 
und wird zu unverhältnismässiger sozialer Härte führen. Geschont 
werden einmal mehr die hohen und höchsten Einkommen - also diejenigen
Manager, die die Entlassungen in der Krise zu verantworten haben. 
Darum setzt sich der SGB für ein Nein am 26. September ein. Die 
Abzocker sollen künftig voll ALV zahlen müssen. Dann wäre die ALV 
finanziell im Gleichgewicht, ohne dass die normalen Beschäftigten und
die Arbeitslosen zahlen müssen.

Kontakt:

Auskünfte:
Daniel Lampart 079 / 205 69 11

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