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SECO: Erneut starke Zunahme der Arbeitslosigkeit im November 2002

Bern (ots)

Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für
Wirtschaft (seco) waren bei den Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentren (RAV) Ende November 2002 120'627 
Arbeitslose registriert, 10'430 Personen oder 9,5% mehr als im 
Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit um 0,3 
Prozentpunkte auf 3,3%. Im November 2001 war eine Zunahme um 9'335 
Personen oder 13,7% gegenüber dem Vormonat verzeichnet worden.
Weiterer Anstieg bei Arbeitslosen ... 
Ende November 2002 waren bei den Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentren 120'627 Arbeitslose eingeschrieben; dies 
entspricht einer Zunahme um 10'430 oder 9,5% gegenüber dem Vormonat.
Saisonbereinigt nahm die Zahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat 
(+3'451/+3,0%) zu.
Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 3,3%.
Es wurden 23'177 Zugänge in die Arbeitslosigkeit gezählt. Im 
Vergleich zum November 2001 sind dies 3'551 Zugänge mehr. 
Andererseits wurden 10'404 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit 
registriert, 1'858 Meldungen mehr als im Vorjahresmonat. Von den 
Abgängern meldeten sich annähernd zwei Drittel beim Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentrum ab, weil sie eine neue Stelle gefunden 
hatten.
... und Stellensuchenden 
Ende November 2002 waren bei den Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentren 173'500 Stellensuchende registriert. Dies 
entspricht einer Zunahme um 12'395 Personen (+7,7%) gegenüber dem 
Vormonat.
Mehr Personen in Programmen zur vorübergehenden 
Beschäftigung, ... 
Von den 52'873 als nichtarbeitslos registrierten Stellensuchenden 
nahmen 8'721 an Programmen zur vorübergehenden Beschäftigung teil, 
dies sind 368 Personen (+4,4%) mehr als im Oktober.
... in Umschulung/Weiterbildung ... 
Die Zahl der Personen in Umschulung/Weiterbildung nahm um 99 (+4,1%) 
auf 2'542 zu.
... und im Zwischenverdienst 
Die Anzahl Personen in einem Zwischenverdienst nahm um 952 (+4,2%) 
auf 23'653 zu.
Männer stark betroffen 
Die Zahl der arbeitslosen Frauen nahm um 2'956 auf 53'394 Personen 
zu, jene der Männer um 7'474 auf 67'233. Die Arbeitslosenquote stieg 
damit um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8% bei den Frauen und um 0,3 
Prozentpunkte auf 3,0% bei den Männern.
Starke Zunahmen bei Schweizern und Ausländern 
68'505 Arbeitslose waren schweizerischer Nationalität. Dies sind 
56,8% des Totals aller registrierten Arbeitslosen. Im Vergleich zum 
Vormonat wurde damit bei den Schweizern eine Zunahme um 6'038 
Personen oder 9,7% festgestellt. 52'122 Arbeitslose oder 43,2% des 
Totals waren Personen ausländischer Nationalität. Dies entspricht im 
Vergleich zum Vormonat einem Anstieg um 4'392 Personen oder 9,2%. 
Die betreffenden Arbeitslosenquoten erhöhten sich damit um 0,2 
Prozentpunkte auf 2,4% bei den Schweizern und um 0,5 Prozentpunkte 
auf 6,4% bei den Ausländern.
Alle Landesteile betroffen 
Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im deutschsprachigen 
Landesteil im Berichtsmonat um 7'180 auf 77'865 Personen. In der 
Westschweiz und im Tessin wurden 42'762 Arbeitslose registriert, was 
eine Zunahme um 3'250 Personen gegenüber dem Vormonat bedeutet. 
Damit stiegen die entsprechenden Arbeitslosenquoten um je 0,3 
Prozentpunkte auf 3,0% in der Deutschschweiz und 4,2% in der 
lateinischen Schweiz.
Anstieg in sämtlichen Kantonen ... 
Sämtliche Kantone verzeichneten einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. 
Am deutlichsten erhöhten sich die Arbeitslosenzahlen in Zürich 
(+2'072/+8,7%) und Bern (+1'630/+15,5%), gefolgt von Aargau 
(+924/+12,5%), Tessin (+874/+16,4%), Waadt (+752/+6,4%), Wallis 
(+618/+16,7%), Genf (+442/+3,7%) und Luzern (+424/+9,7%).
... und nahezu allen Wirtschaftszweigen, ... 
Mit Ausnahme der Branche 'Schuhe, Leder' (-6/-4,8%) stieg die 
Arbeitslosigkeit in allen Wirtschaftszweigen. Dabei entfielen die 
stärksten Zunahmen auf das Gastgewerbe (+1'840/ +14,5%), den Bereich 
Beratung, Planung, Informatik (+1'807/ +13,7%), das Baugewerbe 
(+1'307/+23,8%) und den Handel (+1'063/+6,6%), mit Abstand gefolgt 
vom Wirtschaftszweig 'Verkehr, Nachrichtenübermittlung' 
(+344/+7,7%), den Banken (+304/+9,5%), den Persönlichen 
Dienstleistungen (+279/ +9,5%) sowie der Land- und Forstwirtschaft 
(+271/+30,9%). In relativen Werten waren die geringsten Zunahmen 
bei 'Uhren, Bijouterie' (+4/+0,3%), 'Kunststoff, Kautschuk' 
(+6/+1,3%) und 'Textilien, Bekleidung' (+28/+2,7%) zu verzeichnen.
... in beinahe allen Altersklassen ... 
Mit Ausnahme der 15- bis 19-jährigen Frauen (-36/-1,4%) 
verzeichneten alle Altersklassen eine Zunahme der Arbeitslosigkeit. 
Nahezu drei Viertel des Anstiegs entfielen dabei auf die 
Altersgruppen der 20- bis 44-Jährigen: 20- bis 24-Jährige 
(+2'222/+15,2%), 25- bis 29-Jährige (+1'577/+10,3%), 35- bis 39- 
Jährige (+1'437/+9,2%), 40- bis 44-Jährige (+1'282/ +10,1%) und 30- 
bis 34-Jährige (+1'264/+7,8%). Die geringsten Zunahmen verzeichneten 
die 15- bis 19-Jährigen (+248/ +4,9%) sowie die Kategorie der 60- 
Jährigen und Älteren (+326/+6,2%).
... sowie vorwiegend bei den Fachfunktionen 
Nach der zuletzt ausgeübten Funktion aufgegliedert fällt die hohe 
Zunahme in der Kategorie Fachfunktion (+6'034/+10,5%) ins Auge, 
gefolgt von Hilfsfunktion (+3'464/+9,1%), Kaderfunktion 
(+514/+6,9%), 'Schüler, Student' (+205/+7,2%) und Lehrlinge 
(+158/+5,0%).
Mehr Langzeitarbeitslose 
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist auf 16'108 gestiegen, das sind 
1'486 oder 10,2% mehr als im Vormonat. Damit waren im November 13,4% 
aller Arbeitslosen langzeitarbeitslos (Vormonat 13,3%).
Weniger offene Stellen
Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren 
gemeldeten offenen Stellen nahm um 721 (-8,8%) auf 7'441 Einheiten 
ab.
1'143 Aussteuerungen im September 2002
Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen 
belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf 
Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats September 2002 
ausgeschöpft hatten, auf 1'143 Personen. Davon waren Ende November 
2002 noch 505 Personen (44%) bei einem Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet und damit weiterhin statistisch 
erfasst. 124 Personen (11%) hatten inzwischen eine neue Stelle 
gefunden. Bei den übrigen, nicht mehr eingeschriebenen 514 
Ausgesteuerten (45%) können verschiedene Situationen eingetreten 
sein: Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit, Rückzug vom 
Arbeitsmarkt bzw. Verzicht auf Erwerbstätigkeit, Beginn oder 
Fortsetzung einer Ausbildung, Abreise ins Ausland, Fortsetzung der 
Stellensuche, ohne die Dienstleistungen der Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentren zu beanspruchen.
Definition der Aussteuerung
Bei den Ausgesteuerten handelt es sich um Personen, deren Anspruch 
auf Taggelder nach Ablauf der zweijährigen Rahmenfrist erloschen ist 
und die anschliessend keine neue Rahmenfrist eröffnen konnten.Aus 
praktischen Gründen, die mit den Auszahlungen im Zusammenhang 
stehen, sind die Daten der Arbeitslosenkassen zur Zahl der 
Aussteuerungen erst nach einer Frist von zwei Monaten verfügbar.
Für statistische Detailinformationen:
Erika Gauggel, Arbeitsmarktstatistik, 031/322 29 01
Clito Roffler, Arbeitsmarktstatistik, 031/322 28 64

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