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Ergänzungsbericht 2007 zum Agglomerationsprogramm Luzern: Massnahmen aktualisiert und zeitlich terminiert

Luzern (ots)

Der Luzerner Regierungsrat hat in seinem
Ergänzungsbericht zum Agglomerationsprogramm Luzern die bereits
festgelegten 24 Massnahmen in eine Prioritätenliste gesetzt und
zeitlich terminiert. Als Weiterentwicklung bereits bestehender
Massnahmen wurden die Schlaufe ins Rontal und der spätere Ausbau des
Bahnhofs Emmenbrücke und der Doppelspurtunnel Zentralbahn Luzern in
Hergiswil ins Agglomerationsprogramm aufgenommen.
Das Agglomerationsprogramm Luzern - in einem breiten
Mitwirkungsverfahren in den Jahren 2003 bis 2006 erarbeitet - ist am
7. November 2006 vom Grossen Rat zustimmend zur Kenntnis genommen
worden. Gleichzeitig wurden die aus dem Agglomerationsprogramm
resultierenden Änderungen des Richtplans genehmigt. Das
Agglomerationsprogramm Luzern enthält 24 Massnahmen beziehungsweise
Massnahmenpakete im Bereich des Strassen- und Schienennetzes sowie
der Raumordnung. Die Verkehrsstrategie für den Raum Luzern sieht
neben den beiden neuen Autobahnanschlüssen Buchrain und Rothenburg
einen neuen Autobahn-Bypass vor, der den überregionalen
Transitverkehr aufnehmen wird. Zwei Spangen im Norden und Süden der
Stadt Luzern bilden zusammen mit der bisherigen Stadtautobahn einen
neuen Cityring, der das Stadtzentrum zugunsten des öffentlichen
Verkehrs und des Langsamverkehrs entlastet. Die notwendige Kapazität
für den schienengebundenen öffentlichen Verkehr wird durch die
Realisierung der Doppelspur am Rotsee, den Ausbau der Bahnhofzufahrt
Luzern und der Doppelspur und der Tieflegung der Zentralbahn auf
Stadtgebiet sichergestellt werden. Die S-Bahn Luzern soll im
Endausbau auf den Hauptlinien im Viertelstundentakt verkehren.
Prioritätenliste erstellt
Im August 2007 verlangte der Bund von den Kantonen zusätzlich
einen Bericht, in dem vor allem eine Priorisierung der Projekte, eine
zeitliche Terminierung und eine Beurteilung der Wirkung vorgenommen
werden. Im vorliegenden Ergänzungsbericht zum Agglomerationsprogramm
Luzern werden die 24 Massnahmen(-pakete) detailliert beschrieben,
Nutzen und Programmwirkung dargestellt und der Projektstand
aufgezeigt. Die Prioritätenliste, unterschieden werden eine A-Liste
(Bau- und Finanzreife ab 2011), eine B-Liste (ab 2015) und eine
C-Liste (ab 2019).
Nicht mehr priorisiert wurden der vom Bund bereits als dringliches
Projekt eingestufte Ausbau der Zentralbahn sowie die
Infrastrukturmassnahmen, die vor 2011 gebaut werden, wie die
Autobahnanschlüsse Rothenburg und Buchrain mit dem Zubringer ins
Rontal und die bereits realisierten neuen S-Bahnstationen,
Park-and-Ride- und Bike-and-Ride-Anlagen, Radwege und
Buspriorisierungen.
Übergeordnete Massnahmen
Als übergeordnete Massnahmen figurieren im Ergänzungsbericht die
Schienenausbauten am Rotsee, die Bahnhofzufahrt Luzern und der
Autobahn-Bypass Luzern. Die Zuständigkeit für die Finanzierung dieser
Massnahmen liegt beim Bund und sie sollen über die Zukünftige
Entwicklung der Eisenbahngrossprojekte (ZEB) und die
Weiterentwicklung Nationalstrassen (WEN) ab 2015 realisiert werden.
Der Regierungsrat rechnet fest damit, dass der Doppelspurausbau am
Rotsee in der Vorlage ZEB berücksichtigt wird.
Bahnhofzufahrt: zwei Varianten in Abklärung
Der Ausbau der Bahnhofzufahrt Luzern wird zurzeit im Zusammenhang
mit der laufenden Angebotsplanung S-Bahn Luzern von den SBB gemeinsam
mit dem Kanton Luzern untersucht. Neben dem im Agglomerationsprogramm
aufgeführten Ausbau Zufahrt Nord wird auch die Variante einer
beschleunigten Direktzufahrt Ost studiert. Sie besteht in einer neuen
doppelspurigen Zufahrt, die zwischen Ebikon und dem Rotsee von den
bestehenden Streckengleisen abzweigt und unterirdisch direkt zum
Bahnhof Luzern führt. Der Ausbau der Bahnhofzufahrt Luzern ist eine
Voraussetzung für den Ausbau des Schnellzugsangebots, für den Betrieb
der S-Bahn mit einem Takt unter 30 Minuten und für eine Verbesserung
der Störungsanfälligkeit des Bahnbetriebs im Raum Luzern.
Weiterentwicklung von Massnahmen
Als Weiterentwicklung im Schienennetz wurden die Schlaufe ins
Rontal und der spätere Ausbau des Bahnhofs Emmenbrücke in den
Ergänzungsbericht aufgenommen. Die neue, einspurige
Streckenverbindung führt im Bereich Reussbühl ab der Bahnlinie
Emmenbrücke - Luzern über die Reuss, unter der Autobahn A 2 hindurch
in einen Tunnel und mündet beim Friedhof Friedental in die Linie
Luzern - Zürich. Der Bahnhof Emmenbrücke soll zu einem wichtigen
Umsteigeknoten ausgebaut werden. Entsprechende Platzbedürfnisse
werden in der laufenden Planung Luzern Nord berücksichtigt.
Ebenfalls ergänzt wurde im Agglomerationsprogramm auf Antrag des
Kantons Nidwalden die Massnahme Ausbau Zentralbahn mit dem Bau eines
Doppelspurtunnels in Hergiswil. Die Kosten des rund 870 Meter langen
Tunnels zwischen Hergiswil Matt und Hergiswil Bahnhof sind vom Bund
und den interessierten Partnern zu tragen.

Kontakt:

Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
Tel.: +41/41/228'53'52
Anhänge:
http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/5490_Massnahmen_Aggloprog.pdf

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