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pafl: Internationale Berufsbildungsexperten treffen sich in Liechtenstein

(ots)

Vaduz, 17. Oktober (pafl) -

Am Sonntag,19. Oktober,
empfängt die Nationalagentur Leonardo da Vinci Liechtenstein zwölf 
internationale Berufsbildungsexperten für einen viertägigen 
Wissensaustausch in Liechtenstein. Ziel ist es das duale 
Berufsbildungssystem vorzustellen. In einem Theorieteil wird das 
Konzept der dualen Ausbildung erläutert. Ergänzende Exkursionen in 
Unternehmen, Berufsschulen, geben Raum zur Reflektion.
In enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für die 
Förderung der Berufsbildung - CEDEFOP (siehe Kasten) - wurde dieser 
viertägige Studienbesuch in Liechtenstein ausgearbeitet. Das 
zentrale Thema ist: Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und 
Berufsausbildung. Die zwölfköpfige Delegation, die sich aus 
Mitgliedern von Bildungsministerien, Leitern von 
Bildungseinrichtungen und Ausbildungsverantwortlichen in der 
Wirtschaft zusammensetzt, wird sich während vier Tagen diesem Thema 
annehmen.
Um das duale Bildungssystem in Liechtenstein unseren Gästen aus 
Norwegen, Deutschland, Luxemburg, Belgien, Litauen und Griechenland 
näher zu bringen, stehen Informationenveranstaltungen mit dem Amt 
für Berufsbildung sowie der Berufsberatung auf dem Programm.
Die Stärke des dualen Ausbildungssystems, die Verknüpfung von 
Theorie und Praxis, wird anhand des Berufes "Schreiner" detailliert 
vorgestellt. Der Ausgangspunkt hierfür bildet das Berufs- und 
Weiterbildungszentrum bzb in Buchs. Hier kann nach einer umfassenden 
Einführung der Dialog mit den Fachlehrern aufgenommen werden. Die 
modernst eingerichtete Schreinerei Müller in Mauren bietet die 
Möglichkeit in einem Firmenrundgang die verschiedenen 
Ausbildungsstationen eines Lehrlings bis hin zum Facharbeiter zu 
besichtigen. Die dritte und abschliessende Komponente, welche in das 
Ausbildungsprogramm eingeflochten ist, bildet die Besichtung des 
Einführungszentrums für Schreiner in Schaan.
Damit unsere Gäste ein möglichst breites Gesamtbild der 
Lehrlingsausbildung in Liechtenstein erhalten, findet ein Besuch bei 
der Hilti Aktiengesellschaft statt. Das Kernstück der Besichtigung 
bildet die Juniorenfirma, welche von Lehrlingen geleitet wird. Das 
Konzept der Juniorenfirma trägt dazu bei, das unternehmerische 
Denken und Handeln zu fördern.
Darüber hinaus bildet die hervorragende Zusammenarbeit mit der 
Schweiz ein Kernthema. Der Besuch beim Berufs- und 
Weiterbildungszentrum bzb in Buchs und dem Gastronomiezentrum in St. 
Gallen untermauern dies.
Im Kontext des lebensbegleitenden Lernens werden die 
Weiterbildungsmöglichkeiten nach dem Lehrabschluss aufgezeigt. 
Hierzu erfolgt als krönender Abschluss eine Führung durch den Campus 
der Fachhochschule Liechtenstein.
Die liechtensteinische Berufsbildung stärkt mit diesem 
Studienbesuch ihr Netzwerk zu namhaften Vertretern im 
internationalen Bildungsbereich und profitiert von neuen Impulsen in 
der beruflichen Grundausbildung.
Der Leiter des Programms CEDEFOP in Liechtenstein bedankt sich 
bei allen Unternehmen und Bildungsorganisationen, die durch ihren 
Beitrag massgeblich zum Erfolg des Studienbesuchs beitragen.
Informationen zum Studienbesuchsprogramm sind bei der 
Nationalagentur Leonardo da Vinci, Postfach 22, 9494 Schaan, Stefan 
A. Sohler, Tel: 236 7221, E-Mail:  stefan.sohler@abb.llv.li 
erhältlich.
Studienbesuchsprogramm 
   Hinter dem Begriff Studienbesuchsprogramm steht die einmalige 
Gelegenheit für Bildungsakteure (Lehrlingsausbildner, Ausbildungs- 
und Berufsberater, Berufsschullehrer usw.) im Bereich der 
beruflichen Aus- und Weiterbildung Gedanken mit Kollegen aus ganz 
Europa zu aktuellen Themen, wie zum Beispiel berufliche 
Erstausbildung, Berufsbildung für Erwachsene, Qualität der 
Berufsbildungssysteme etc., auszutauschen. Das primäre Ziel der 
Studienprogrammbesuche liegt darin, das Verständnis für die 
Berufsbildungssysteme in den verschiedenen europäischen Ländern zu 
fördern. Darüber hinaus werden durch diese Dialoge wichtige Impulse 
gesetzt, welche dazu beitragen, die Berufsbildungssysteme gesamthaft 
weiterzuentwickeln.
Die Studienbesuche erfolgen während 3 bis 5 Tagen in Gruppen mit 
maximal 14 Personen aus verschiedenen europäischen Ländern. Für das 
Jahr 2004 sind 65 Studienbesuche ins Programm aufgenommen.
Das Liechtensteinische Amt für Berufsbildung hat im Sommer 2001 
eine offizielle Erklärung gegenüber CEDEFOP abgegeben, sich aktiv am 
Studienbesuchsprogramm zu beteiligen. Liechtenstein erhält dadurch 
die Chance, bis zu fünf Fachleute aus dem Bereich der beruflichen 
Bildung pro Jahr an einen Studienbesuch zu entsenden.
Teilnahme:
Wer an einer Teilnahme oder an weiteren Informationen über das 
Studienbesuchsprogramm interessiert ist, kann sich direkt an Stefan 
A. Sohler, Leiter Studienbesuche, wenden, oder sich via Internet 
über CEDEFOP und die Studienbesuchsprogramme informieren. 
http://www.cedefop.gr/ oder http://www.trainingvillage.gr/etv/

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