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Verhütung: Welchen Zugang haben Asylsuchende? / WORLD CONTRACEPTION DAY - Weltverhütungstag - 26.09.2016

26.09.2016 – 06:30  SANTÉ SEXUELLE SUISSE / SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ    [newsroom]

Bern/Lausanne (ots) -

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz begeht am 26. September 2016 in einer Koalition von 12 internationalen Nichtregierungsorganisationen den alljährlichen Weltverhütungstag. Gemeinsam ist uns an diesem Tag das Einstehen für das Grundrecht, dass jede Frau frei entscheiden kann, ob sie schwanger werden will oder nicht. Frauen auf der Flucht haben ein sehr hohes Risiko in diesem Grundrecht verletzt zu werden. Sei es, weil sie sexualisierte Gewalt erleben oder keinen Zugang zu Verhütung haben. Diese Ausgangslage bleibt dieselbe nach ihrer Ankunft in der Schweiz.

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz ist die Dachorganisation der Fachstellen und Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung in Bildung und Beratung sowie der entsprechenden Berufsverbände. Unsere Fachstellen haben basierend auf dem Bundesgesetz über die Schwangerschaftsberatungsstellen von 1981 einen kantonalen Auftrag: Die professionelle, persönliche und vertrauliche Beratung zu sexueller Gesundheit und Verhütung in der ganzen Schweiz. Diese Beratungsleistungen variieren je nach kantonalem Auftrag und je nach zur Verfügung gestellten Ressourcen.

Als Dachorganisation stellen wir fest, dass die Fachstellen und Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung seit ein paar Monaten einen Anstieg an Beratungsdienstleistungen gegenüber Asylsuchenden haben und auch vermehrt für Schulungen und Weiterbildungsmöglichkeiten für Asylsuchende oder ihre Betreuer_innen angefragt werden. Denn die weltweite humanitäre Krise betrifft mit den Migrationsbewegungen auch die Schweiz: Menschen, die auf der Flucht sind, stellen auch in der Schweiz vermehrt Asylanträge. Ihre Gesundheitsversorgung wird dabei über die Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung gedeckt. Diese enthält jedoch keine Leistungen zu Verhütung. Zudem ist der Zugang zu Verhütung für Asylsuchende je nach Kanton unterschiedlich geregelt oder muss teils über die Fachstellen in schwerwiegenden Fällen bestenfalls über private Notfonds selbst finanziert werden.

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz macht am 26. September 2016, dem internationalen Weltverhütungstag, auf das Thema des Zugangs von Asylsuchenden zu Verhütung aufmerksam, indem alle Kantone und das Staatsekretariat für Migration in einem Brief zu ihren Dienstleistungen in sexueller Gesundheit gegenüber Asylsuchenden befragt werden und ob durch die vermehrte Nachfrage auch ein Ausbau in Aussicht gestellt wird.

Weltverhütungstag 2016

Informationen zum Weltverhütungstag und unseren Aktivitäten erfahren Sie bei uns im Web: http://ots.ch/7HOBT

Kontakt:

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz
Barbara Berger (Geschäftsleitung)
barbara.berger@sexuelle-gesundheit.ch
Tel. 079 333 72 88
www.sexuelle-gesundheit.ch