"20 Minuten" lehnt NEIN-Inserat zur SVP-Einbürgerungs-Initiative ab
19.05.2008 | 13:14 Uhr,
Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB [
Pressemappe]
Bern (ots) -
Der Verlag der Gratiszeitung "20 Minuten" hat keine Probleme mit
rassistischen oder diskriminierenden Inseraten der SVP; er hat keine
Probleme damit, seinen Inserateraum zur Verfügung zu stellen, damit
dort eingebürgerte Jugendliche pauschal als Kriminelle denunziert
werden können.
"20 Minuten" hat dann Mühe, wenn jemand die SVP-Politik als das
bezeichnet, was sie ist: Eine Gefahr für unseren Rechtsstaat. Der
Verlag hat sich geweigert, ein Inserat des SGB abzudrucken, obwohl
dasselbe unbeanstandet im "Blick" erscheinen konnte. Die Begründung:
Es dürfe im Inserat nicht behauptet werden, unheimliche Patrioten
wollten unseren Rechtsstaat zerstören. Das Inserat könne nur dann
akzeptiert werden, wenn der SGB bereit sei, den Text so abzuändern,
dass es lediglich heisse, unheimliche Patrioten wollten unseren
Rechtsstaat "schwächen".
Der SGB konnte und wollte auf diese politisch-inhaltliche Zensur
nicht eingehen. Es ist beschämend für ein Medienhaus wie Tamedia, zu
dem "20 Minuten" gehört, zu glauben, ausgerechnet die unzimperliche
SVP vor einem Inserat schützen zu müssen - vor einem Inserat, das
über Politik der Rechtsaussenpartei und ihrer Exponenten Klartext
spricht.
SCHWEIZERISCHER GEWERKSCHAFTSBUND
Kontakt:
Pietro Cavadini, 079-353 01 56