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EU ProSun begrüßt Antidumping-Verfahren gegen Solarprodukte aus China

Brüssel (ots/PRNewswire) - Die EU-Kommission hat heute erklärt, ein Antidumping-Verfahren gegen Solarprodukte aus China zu eröffnen. Die europäische Herstellerinitiative EU ProSun, auf deren Handelsbeschwerde das Verfahren gründet, begrüsst diese Entscheidung. EU ProSun setzt sich für einen nachhaltigen Ausbau der Solarenergie in Europa und fairen Wettbewerb ein.

"Die heutige Entscheidung der Europäischen Kommission ist ein wichtiger Schritt für fairen Wettbewerb und den Erhalt der Zukunftstechnologie Photovoltaik in Europa. Zudem werten wir das Antidumpingverfahren als starkes Signal, dass die EU China die kontinuierliche Verletzung des Handelsrechtes durch Dumping nicht durchgehen lässt. Dies wird über den Solarsektor hinaus positive Auswirkungen auf den gesamten Bereich der Erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Produktionsstätten und Arbeitsplätze in Europa haben", sagt Milan Nitzschke, Präsident von EU ProSun. China gehe es darum, mit Hilfe von Dumping ein Monopol für Solarstromtechnologie aufzubauen. Dafür verkaufen die chinesischen Hersteller ihre Produkte zu einem Preis, der weit unter den Herstellungskosten liegt. Die Dumping-Marge liegt nach Berechnungen von EU ProSun im Minimum zwischen 60 und 80 Prozent. Die chinesischen Anbieter selbst machen dadurch enorme Verluste, gehen aber nicht bankrott, weil ihnen die chinesische Regierung unbegrenzten Zugang zu Krediten gewährt. Als Folge dieses aggressiven Preis-Dumpings sind im vergangenen Jahr allein mehr als 20 namhafte Solarhersteller in Europa aus der Produktion ausgestiegen oder mussten Insolvenz anmelden. Nitzschke: "China hat keinen Kostenvorteil, im Gegenteil. Lohnkosten machen in der europäischen Solarindustrie im Schnitt gerade mal zehn Prozent aus. Damit ist die Solarbranche eine der Vorzeigebranchen innerhalb der EU. Diese weiter chinesischem Dumping auszusetzen wäre ein verheerendes Signal für die gesamte europäische Industrie. Daher ist es gut, dass die Kommission jetzt handelt und sich nicht von den üblichen chinesischen Drohgebährden unter Druck setzen lässt."

Chinas Staatsregierung hat in ihrem aktuellen 5-Jahres-Plan explizit das Ziel formuliert, eine marktbeherrschende Stellung im PV-Bereich zu erlangen. Wie aggressiv dieser Plan verfolgt wird, lässt sich an der Marktanteilsentwicklung ablesen: von quasi null Prozent im Jahr 2004 ist der Anteil der Chinesen am Europäischen PV-Markt auf derzeit über 80 % angestiegen.

In einem ähnlichen Verfahren in den USA wurden chinesische Solarstrommodule zu Beginn des Jahres bereits mit Antidumpingzöllen von 30 bis 250 Prozent belegt. Dabei hatte das US Handelsministerium ermittelt, dass die gleichen chinesischen Hersteller, die nun den europäischen Markt überschwemmen, mehr als 25 Milliarden EUR an illegalen Subventionen durch die Chinesische Regierung erhalten haben, unter anderem zinslose oder verbilligte Kredite, Erstattung von Energiekosten und kostenloses Bauland.

Mögliche Anti-Dumping-Zölle in der EU würden aus Sicht von EU ProSun weder die Nachfrage nach Solarsystemen noch Arbeitsplätze im installierenden Gewerbe gefährden, im Gegenteil. "Es wird auch weiter einen Abwärtstrend bei den Preisen für Solarstrommodule geben, parallel zum technischen Fortschritt, parallel zur kontinuierlichen Senkung der Herstellungskosten und entsprechend fairen und freien Wettbewerbsbedingungen. Lediglich die ruinösen Dumpingpreise chinesischer Solarhersteller würden der Vergangenheit angehören", so Nitzschke. Damit würde verhindert, dass China in kurzer Zeit eine alleinige marktbeherrschende Stellung im Solarsektor erlangt, was letztendlich nur Nachteile für europäische Kunden, Arbeitsplätze, Installateure und die gesamte Industrie haben würde.

"Wir fordern die EU Kommission auf, jetzt so schnell wie möglich Antidumpingmassnahmen zu beschliessen, damit fairer Wettbewerb wieder möglich wird. Je schneller die EU handelt, umso höher ist die Chance, auch zukünftig in Europa eine solide und nachhaltig wachsende Solarindustrie zu erhalten", so Nitzschke abschliessend.

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