SBV Schweiz. Baumeisterverband

Eidg. Abstimmung: Schweizerischer Baumeisterverband lehnt Reform der Altersvorsorge 2020 ab

Olten (ots) - Die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) lehnt die Altersvorsorge-Reform 2020 ab. Mit der aktuellen Vorlage ist das oberste Reformziel, die nachhaltige finanzielle Sicherung der Renten, nicht zu erreichen, findet die Mehrheit der Delegierten. Die Reform gelangt am 24. September 2017 zur Volksabstimmung.

Die SBV-Delegierten haben vergangenen Donnerstag in Olten die Nein-Parole zur Altersvorsorge-Reform 2020 beschlossen. Sie anerkennen, dass mit der Erhöhung des Frauenrentenalters und der Senkung des Mindestumwandlungssatzes zwar zwei wertvolle Korrekturen bei der Altersvorsorge vorgenommen werden. Insgesamt gelingt es der Vorlage aber nicht, das Rentensystem auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen; damit verpasst sie das ursprüngliche Ziel der Reform deutlich.

Der Ausbau der ersten Säule durch die Erhöhung der AHV-Rente für Neurentner um 70 Franken sorgt sogar dafür, dass die Reform noch deutlich teurer ist als der Status Quo. Die zusätzlichen Lohnbeiträge können die höheren Renten nur bis 2030 finanzieren. Danach müssen weitere Mittel beschafft werden. Dabei profitieren weder die heutigen Rentner, noch die jungen und nachfolgenden Generationen vom AHV-Ausbau. Der Baumeisterverband bedauert zudem, dass auf jenen Interventionsmechanismus verzichtet wird, der bei finanzieller Schieflage des AHV-Fonds eine Erhöhung des allgemeinen Rentenalters vorgesehen hätte. Damit übergeht die Vorlage die durch demografische Entwicklung ausgelösten Probleme.

Kontakt:

Gian-Luca Lardi, Zentralpräsident SBV
Tel.: +41/79/226'19'64
E-Mail: gllardi@baumeister.ch

Benedikt Koch, Direktor SBV
Tel.: +41/79/622'09'40
E-Mail: bkoch@baumeister.ch



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