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Kommentar zu Musik
Festivals

Osnabrück (ots) - Warum nicht fördern?

Dass Festivalchefs über Geldsorgen klagen, ist nichts Ungewöhnliches. Es ist mühsam, die nötigen Euro für ein ansprechendes und hochwertiges Programm zusammenzukratzen. Und doch ist es beim Morgenland Festival etwas anders gelagert.

Die Kommune und etliche Stiftungen sind begeistert von der Idee des interkulturellen Dialogs und des Austausches mit der islamischen Welt. Klar: Das Festival lebt vor, was sich in der Gesellschaft erst allmählich durchsetzt, dass der Islam nämlich Teil unserer Welt ist. Doch Kommunen und Stiftungen bestreiten nur einen Teil des Etats. Ohne die Fördermittel aus der Wirtschaft wäre das Festival nicht zu realisieren. Doch deren Engagement schwindet, wenn der Schriftzug des iranischen Kulturministeriums auf dem Programmflyer auftaucht.

Dabei lebt auch die Wirtschaft vom Dialog. Syrien, der Iran, die Provinz Xjingjan sind wahrlich nicht die ruhigsten Ecken dieser Welt, und die Politik dort entspricht oft nicht unseren Normen. Als Absatzmärkte dienen die Länder trotzdem. Warum also nicht mal den kulturellen Austausch fördern?

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