SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz / SANTE SEXUELLE Suisse

Bericht des UNO-Bevölkerungsfonds UNFPA zum Thema Schwangerschaften bei Mädchen und Jugendlichen

Bern (ots) - Jährlich werden in Entwicklungsländern 7,3 Millionen Jugendliche und Mädchen unter 18 Jahren Mütter. Zwei Millionen von ihnen sind jünger als 15 Jahre. Der diesjährige thematische Bericht des UNO-Bevölkerungsfonds UNFPA mit dem Titel "Motherhood in childhood: Facing the challenge of adolescent pregnancy" widmet sich den Betroffenen.

Die Auswirkungen von Schwangerschaften und Geburten bei Jugendlichen unter 18 Jahren - die Kinderrechtskonvention spricht dabei von Kindern - sind verheerend, insbesondere auf gesundheitlicher Ebene. Täglich sterben in diesem Zusammenhang fast 200 jugendliche Mädchen, während unzählige weitere teils lebenslang an gesundheitlichen Folgen leiden. Schwangerschaften in diesem Alter führen auch dazu, dass die Betroffenen die Schule abbrechen müssen, wodurch sie die Möglichkeit auf eine Ausbildung und eine berufliche Perspektive verlieren.

Viele Massnahmen zur Verhinderung von Schwangerschaften bei Jugendlichen haben sich bisher zu einseitig auf das Verhalten der Betroffenen selber gerichtet, hält der UNFPA-Bericht fest. Aufgrund von Geschlechterdiskriminierung, sexueller Gewalt, fehlender Verhütungsmittel und Informationen befinden sich die Betroffenen auch gar nicht in der Lage, selber zu bestimmen, wann sie schwanger werden. Ein riesiges Hindernis ist auch die Kinderheirat respektive die Zwangsheirat. Neun von zehn Frauen, die unter 18 Jahren Mutter werden, sind verheiratet oder in einer festen Verbindung.

Eine wichtige Massnahme zur Verhinderung von Schwangerschaften bei Jugendlichen besteht in der Stärkung der Rechte der Betroffenen. Investitionen in die Bildung von Mädchen, Bekämpfung von Geschlechterdiskriminierung und sexueller Gewalt, Verbot von Zwangsheirat und umfassende Sexualerziehung sind Voraussetzungen, um Schwangerschaften bei Mädchen und Jugendliche zu verhindern. SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz, welche mit UNFPA im Zusammenhang mit der parlamentarischen Gruppe KAIRO+ zusammenarbeitet, unterstützt entsprechende Massnahmen und fordert, dass entsprechende Ziele mit Blick auf Jugendliche auch in einer künftigen Entwicklungsagenda, welche die Millenniums-Entwicklungsziele ab 2015 ablöst, festgehalten werden.

Links:

UNFPA-Report "Motherhood in childhood: Facing the challenge of 
adolescent pregnancy" 
http://www.unfpa.org/public/home/news/events/pid/13859 

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz und KAIRO+ 
http://www.presseportal.ch/go2/sexuelle_Gesundhieit_Kairo 

Kontakt:

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz
Susanne Rohner
078 881 63 96



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