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Media Service: Medienmitteilung der Stiftung Schweizer Presserat: Was ist den Verlegern die journalistische Qualität noch wert?

Bern (ots) - Mit Unverständnis reagiert der Schweizer Presserat (SPR) auf den Entscheid des Verbandes Schweizer Medien (VSM), die Beitragszahlungen an den SPR einzustellen. Für die Stiftung Schweizer Presserat ist es nicht nachvollziehbar und bedenklich, dass der Verlegerverband für ein derart zentrales Anliegen wie die journalistische Qualität keine Mittel mehr zur Verfügung stellen will. Mit diesem Schritt schwächen die Verleger die Glaubwürdigkeit ihrer Medienprodukte. Der Entscheid ist ein Affront gegenüber den Journalistinnen und Journalisten wie auch gegenüber den Medienkonsumentinnen und -konsumenten, die auf Qualität setzen. Das angeschlagene Vertrauen, vorab in die privaten Medien, wird dadurch weiter Schaden nehmen.

Der Schweizer Presserat beurteilt Beschwerden wegen Verstössen gegen den «Journalistenkodex», in dem die Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten festgehalten sind (s. www.presserat.ch). Mit seinen Stellungnahmen fördert er den medienethischen Diskurs und somit die journalistische Kultur. Er ist ein als Stiftung organisiertes Selbstkontrollorgan der gesamten Schweizer Medienbranche.

Der VSM ist im Jahr 2008 der Trägerschaft des SPR beigetreten. Damit ist er eine Verpflichtung eingegangen. «Es ist fatal, wenn der Presserat gerade mit jenem Träger, der fast alle Schweizer Verleger vertritt, nicht mehr rechnen kann», sagt Bernard Cathomas, Stiftungsratspräsident des SPR.

Die Stiftung Presserat wird von den Arbeitnehmerverbänden Impressum (48 000 Franken), SSM (36 000 Franken) und Syndicom (24 000 Franken), sowie der Konferenz der Chefredaktoren (36 000 Franken), der SRG (36 000 Franken) und dem Verband Schweizer Medien (36 000 Franken) getragen, die alle auch im Stiftungsrat vertreten sind. Der Entscheid der Verleger bringt den SPR, der bisher ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand auskommen muss, in eine gefährliche finanzielle Schieflage.

Deshalb bittet die Stiftung Schweizer Presserat den Verband Schweizer Medien, auf den verheerenden Entscheid zurückzukommen, oder aber die Verlagshäuser aufzufordern, den Schweizer Presserat mitzutragen, um so ihrer unabdingbaren Verantwortung in der Medienbranche gerecht zu werden.

Stiftung Schweizer Presserat

Weitere Auskünfte:

Bernard Cathomas, Stiftungsratspräsident, 081 353 41 14, Mobile: 079 414 37 94 bernard.cathomas@fastmail.fm

Ursina Wey, Geschäftsführerin, Mobile: 079 212 30 40 info@presserat.ch

Kontakt:

Schweizer Presserat
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Consiglio svizzero della stampa
Ursina Wey
Geschäftsführerin/Directrice
Rechtsanwältin
Effingerstrasse 4a
3011 Bern
+41 (0)33 823 12 62
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www.presserat.ch



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