WWF Schweiz

Mehr Licht aus weniger Watt

Zürich (ots) - Berechnungen von SAFE im Auftrag des WWF zeigen: Schweizer Haushalte brauchen dieses Jahr 1'424 Gigawattstunden fürs Licht. Das sind 23 Prozent weniger als 2010, aber immer noch fast die Hälfte der Stromproduktion des AKW Mühleberg. Noch gibt es aber ein hohes Sparpotential. Möglich ist eine Reduktion auf 500 Gigawattstunden bis 2025. Ein neuer WWF-Lichtratgeber gibt Tipps.

Letztes Wochenende ging die Sommerzeit zu Ende und die Beleuchtung ist wieder wichtiger. Rund 1'424 Gigawattstunden Strom brauchen Haushalte im Jahr 2014 für die Beleuchtung, was fast 50 Prozent der Stromproduktion des AKW Mühleberg entspricht. 2010 betrug der Verbrauch durch die Beleuchtung der Haushalte noch 1'840 Gigawattstunden und ist jetzt unter anderem dank dem Verkaufsverbot von Glühlampen und immer effizienteren Leuchtmitteln am Sinken. Dieser Stromverbrauch liesse sich laut Prognosen von SAFE bis 2025 nochmals um etwa Zweidrittel auf rund 500 Gigawattstunden pro Jahr senken. Dazu braucht es aber Massnahmen, wie sie die EU vorsieht: Eine Mindestanforderung der Energieeffizienzklasse B ab 2016 und A+ ab 2020 an gewöhnliche Haushaltslampen.

Um Konsumenten beim Einkauf von Leuchtmitteln die Wahl zu vereinfachen, hat der WWF den Lichtratgeber in seiner App überarbeitet und dem aktuellen Angebot in den Läden angepasst. Lampen, Spots und Leuchtstoffröhren der Typen LED, Sparlampen oder Halogen werden dort je nach Effizienz in vier Kategorien eingeteilt - von «Hände weg» bis zu «empfehlenswert». Zudem gibt es Informationen zur typischen Lebensdauer und zu den Kosten in Anschaffung und Betrieb, zu Dimmbarkeit, Elektrosmog und Quecksilbergehalt.

Denn eine LED der Effizienzklasse A++ ist heute schon fünf- bis neunmal effizienter als eine Glüh- oder Halogenlampe. Obwohl die Herstellungsenergie einer LED etwa drei- bis fünfmal höher ist als die einer Glüh- oder Halogenlampe, macht die LED schon nach weniger als 120 Betriebsstunden einen Austausch wett. Der WWF rät deshalb: Glüh- und Halogenlampen gehören per sofort in dem Müll und durch LED ersetzt, auch wenn sie noch ungebraucht sind.

Hier geht's zur kostenlosen WWF-Ratgeber App: www.wwf.ch/app

((Box)) WWF Tipps:

   - Glühlampen, Halogenlampen und Halogenspots per sofort durch 
     effiziente LED ersetzen, welche mindestens 
     Energieeffizienzklasse A+ haben
   - Nur Leuchten kaufen, welche mit effizienten Lampen bestückt 
     werden können
   - Licht ablöschen spart immer Strom, auch bei LED, Sparlampen und 
     Leuchtstoffröhren
   - Defekte LED und Sparlampen fachgerecht und kostenlos in den 
     Verkaufsstellen entsorgen 

Weitere Informationen:

Das WWF «Faktenblatt - Viel Licht für wenig Strom» finden Sie hier: http://assets.wwf.ch/downloads/2014_faktenblatt_licht_d.pdf

Screenshot der App und Bilder zur Illustration dieser Pressemitteilung finden Sie hier: www.wwf.ch/fotos

Kontakt:

Jennifer Zimmermann, Verantwortliche Konsumarbeit WWF Schweiz, 
jennifer.zimmermann@wwf.ch, 079 778 51 01


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