Schweizerische Stiftung pro aere

Nationalrat von Wirten übertölpelt

Zürich (ots) - Einer Mehrheit des Nationalrates scheint gleichgültig zu sein, dass in der Schweiz jedes Jahr mehrere hundert Menschen am Passivrauchen sterben und die Volkswirtschaft jährlich 500 Millionen Franken Schaden erleidet: Sie hat sich gegen ein griffiges Gesetz für den Schutz vor dem Passivrauchen entschieden und sich von Behauptungen des Wirteverbandes und des Gewerbeverbandes übertölpeln lassen, die jeder Grundlage entbehren. Der Wirteverband und der Gewerbeverband behaupten hartnäckig und wider besseres Wissen, eine rauchfreie Gastroindustrie würde Umsatzeinbussen erleiden. Dass diese Behauptungen falsch sind, zeigt sich seit einigen Jahren in einer Reihe von Ländern - neuerdings auch in Deutschland und Frankreich. Es ist beschämend und Menschen verachtend, dass sich die Mehrheit des Nationalrates gegen die eigene Bevölkerung stellt und die Fehlinformationen des Wirteverbandes höher gewichtet als die Gesundheit der gesamten Bevölkerung sowie der Arbeitnehmer in der Gastronomie. Die Hoffnungen liegen nun bei den Kantonen, die eigene Gesetze für den Schutz vor dem Passivrauchen erlassen werden. Der Ständerat wird in der Herbstsession beweisen können, dass er dem Druck von Wirteverband und Gewerbeverband widersteht und die kantonalen Abstimmungsresultate ernst nimmt. Damit kann er dem "letzten Kampf der Ewiggestrigen", wie Bundesrat Pascal Couchepin den Starrsinn gegen den Passivraucherschutz im Nationalrat genannt hat, ein Ende setzen. Stiftung pro aere, Zürich AT Arbeitgemeinschaft Tabakprävention, Bern Schweizerische Krebsliga FA Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, Lausanne Schweizerische Herzstiftung, Bern ots Originaltext: Schweizerische Stiftung pro aere Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Jürg Hurter, Stiftung pro aere Tel.: +41/76/579'20'43

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