Schweiz. Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin - SGAIM

«European and Swiss Congress of Internal Medicine (ESCIM) 2014» in Genf - ein starkes Plädoyer für mehr Integrated Care, interprofessionalität und für das Patientenwohl in der Schweiz und in Europa

Basel (ots) - ESCIM 2014 in Genf - nationale und internationale Informations- und Begegnungsplattform für Allgemeininternisten mit nachhaltiger Signalwirkung

Vom 14. bis 16. Mai 2014 findet in Genf unter der Schirmherrschaft der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGIM) und der European Federation of Internal Medicine (EFIM) der einmalige, gemeinsame schweizerisch-europäische Kongress für Allgemeine Innere Medizin, der «European and Swiss Congress of Internal Medicine (ESCIM) 2014» statt. Im Fokus des grössten medizinischen Kongresses der Schweiz stehen Themen der interprofessionellen und interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie Integrated Care. Am 14. Mai 2014 findet zudem im Rahmen des Kongresses in Genf die Lancierung der «Smarter Medicine»-Kampagne der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin für mehr Patientenwohl und für eine Qualitätssteigerung im Schweizer Gesundheitswesen statt.

Die Allgemeine Innere Medizin (AIM) hat in der Schweiz sowohl in der ambulanten Praxis als auch in den Spitälern, einschliesslich Universitätsspitälern, eine sehr grosse Tradition. Dass eine gemeinsame Basisweiterbildung für Innere Medizin am Spital sowohl für angehende Allgemeinmediziner als auch für angehende Allgemeininternisten existiert, ist praktisch einzigartig in Europa. Zur Förderung dieses Modells und um von den Erfahrungen anderer zu profitieren, pflegt die SGIM seit vielen Jahren Beziehungen zur European Federation of Internal Medicine (EFIM). Die EFIM umfasst 33 nationale Gesellschaften für Innere Medizin mit insgesamt etwa 33 000 Mitgliedern. Der ESCIM-Kongress vom 14. bis 16. Mai 2014 in Genf richtet sich an alle Allgemeininternisten, unabhängig ihrer Tätigkeit in Praxis oder Spital, ihres Ausbildungsniveaus (Facharztweiterbildung oder Fortbildung) und ihren Interessenschwerpunkten (wissenschaftliche Inhalte oder qualitativ hochwertige Fortbildung). Angesprochen sind darüber hinaus auch explizit und erstmalig Studierende der Medizin und der Pflegewissenschaft. Genf wurde von den Organisatoren aufgrund seiner Internationalität und seiner Ausstrahlung bewusst als Kongressort gewählt.

Interprofessionalität und Integrated Care - Miteinander anstatt Gegeneinander

Nur «miteinander» kann Medizin, und insbesondere die Allgemeine Innere Medizin (AIM), heutzutage praktiziert werden: Allgemeininternisten und Spezialisten; Ärzte, Pflegepersonal und weitere Gesundheitsfachpersonen; medizinisch-pflegerisches Netzwerk der Klinik und öffentliche Gesundheitsversorgung; Sozialarbeiter und Verwaltungsverantwortliche in Quartieren und Gemeinden. Der Übergang von ärztlicher zu interdisziplinärer Versorgung findet gegenwärtig zögerlich statt. Die Wirklichkeit der Patienten wandelt sich indes schneller als die aktuellen Lösungsmodelle. Die Entwicklung muss also weiter fortschreiten in Richtung einer integrierten Versorgung. Deshalb wurde gemeinsam mit Prof. Sabina de Geest, Professorin für Pflegewissenschaft an Medizinischen Fakultät der Universität Basel, ein halber Tag zum Thema «Integrated Care» ausgearbeitet, der sich auf mehrere konkrete Beispiele aus Europa und der Schweiz stützt. Eine weitere Neuerung dieses Kongresses besteht darin, Studierende der Medizin und der Pflegewissenschaft zu jenem Tag, an dem diese Veranstaltung stattfindet, zur kostenlosen Teilnahme einzuladen.

Lancierung der «Smarter Medicine»-Kampagne - ein sinnvolles und nachhaltiges Engagement zum Wohl der Patienten in der Schweiz

Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGIM) lanciert als Pionierin für die Schweiz am 14. Mai 2014 im Rahmen des ESCIM 2014-Kongresses in Genf erstmals eine Liste mit Abklärungen und Therapien im Rahmen der Allgemeinen Inneren Medizin (AIM), die keinen messbaren Nutzen für den Patienten darstellen und bei denen das Risiko den potenziellen Nutzen möglicherweise übersteigt. Die Liste bildet die Basis der geplanten SGIM-Kam-pagnenaktivitäten «Smarter Medicine». Diese in der Schweiz einmalige Kampagne, die auch entsprechende Forschungstätigkeiten, z.B. im Rahmen der «CHOOSING WISELY»-Preisausschreibung 2013/2014* der SGIM-Foundation umfasst, orientiert sich an den Vorgaben einer nachhaltigen, effizienten und evidenzbasierten Medizin sowie am Positionspapier zum Thema «Ein nachhaltiges Gesundheitssystem für die Schweiz» der Schweizerischen Akademie für Medizinische Wissenschaften (SAMW). Im Fokus der geplanten Aktivitäten stehen das Patientenwohl sowie eine Qualitäts- und Effizienzsteigerung im Schweizer Gesundheitswesen. Die bestehende Auflistung wird im Laufe der nächsten Jahre laufend evaluiert, aktualisiert und entsprechend erweitert. Zusätzlich soll sie als Vorlage für ähnliche Aktivitäten anderer medizinischer Fachgesellschaften dienen.

* Die Prämierung der SGIM-Foundation-Ausschreibung 2013/2014 «CHOOSING WISELY» findet am 15. Mai 2014 ebenfalls im Rahmen des ESCIM 2014-Kongresses in Genf statt.

Weitere Informationen: ESCIM 2014 in Genf: www.escim2014.org ; SGIM-Foundation-Ausschreibung 2013/2014 «CHOOSING WISELY»: www.sgim.ch/de/foerderung/sgim-foundation

Medien-Badges (max. zwei pro Publikation/Medium) für den ESCIM 2014-Kongress vom 14. bis 16. Mai in Genf können im Vorfeld gegen Vorlage einer Kopie des Presseausweises bei Rahel Wittlin, Administratives Sekretariat SGIM 2014, Telefon 061 686 77 56 oder sgim@congrex-switzerland.com bezogen werden. Während des Kongresses sind Medien-Badges ebenfalls gegen Vorlage des Presseausweises am Kongresssekretariat erhältlich.

Kontakt:

Prof. Dr. med. Jean-Michel Gaspoz
Vorsteher des SGIM-Präsidiums

Prof. Dr. med. Arnaud Perrier
SGIM-Tagungspräsident ESCIM 2014 in Genf oder

Lukas Zemp
Generalsekretär/Geschäftsstellenleiter SGIM
Tel. 061 225 93 35
info@sgim.ch


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