Potentia Pharmaceuticals, Inc.

Wirkstoffkandidat von Potentia Pharmaceuticals gegen altersabhängige Makuladegeneration weist bei klinischer Phase-I-Studie positives Sicherheitsprofil auf

    Atlanta, November 10 (ots/PRNewswire) -

    - Mit POT-4 behandelte AMD-Patienten verzeichnen keinerlei toxische Nebenwirkungen

    Potentia Pharmaceuticals, ein Biotechnologieunternehmen in Privatbesitz, das Arzneimittel zur Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) entwickelt, hat letzte Woche im Rahmen des Retina Subspecialty Day auf der Jahrestagung der American Academy of Ophthalmology (AAO) in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) Daten einer Phase-I-Studie vorgestellt. Die Daten stammten aus der klinischen Studie AsaP (Assessment of Safety of Intravitreal POT-4 Therapy for Patients with Neovascular Age-Related Macular Degeneration = Bewertung der Sicherheit der intravitrealen POT-4-Therapie bei Patienten mit neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration) für den führenden Wirkstoffkandidaten POT-4 des Unternehmens, der für die Behandlung von AMD entwickelt wird.

    Die ASaP-Studie ist eine an mehreren Zentren durchgeführte First-in-Man-Studie mit eskalierender Einzeldosis. Die Zwischenergebnisse dieser Studie, bei der Patienten mit bis zu 150 Mikrogramm/Dosis POT-4 behandelt wurden, wiesen auf Basis von klinischen Anzeichen, ophthalmischen Untersuchungen und Laborergebnissen zu keinem Zeitpunkt arzneimittelbedingte Toxizitäten auf. Darüber hinaus wurden keinerlei ernsthafte Nebenwirkungen oder erkennbare Entzündungen im Augeninneren beobachtet.

    Die vorläufigen Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine intravitreale Verabreichung von POT-4 sicher ist, und die bislang ermittelten Daten unterstützen eine Fortsetzung der Untersuchung von POT-4 als Behandlungsoption für sowohl trockene als auch feuchte AMD mit grösseren, randomisierten klinischen Studien, um das Wirksamkeitsprofil des Wirkstoffs näher zu definieren.

    "Diese Sicherheitsdaten bieten eine solide Unterstützung für eine weitere Entwicklung von POT-4 als potenzielle Behandlung für Patienten mit AMD", sagte Cedric Francois, Präsident und CEO von Potentia Pharmaceuticals. "Wir sind davon überzeugt, dass das Produkt auf Basis dieser frühen Ergebnisse sehr vielversprechend ist und freuen uns darauf, den Wirkstoff im Rahmen dieser Studie mit höheren Dosierungen weiter zu testen."

    Informationen zu POT-4

    Bei POT-4 handelt es sich um einen Komplementinhibitor, der die Aktivierung der Komplementkaskade verhindert, durch die es sonst zu lokaler Entzündung, Gewebeschädigung und Hochregulation der angiogenen Faktoren wie z. B. des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF) am Auge kommen würde. Aufgrund dieses Wirkmechanismus hat POT-4 das Potenzial, sich bei der "trockenen" und "feuchten" Form der AMD als wirksam zu erweisen.

    Informationen zur AMD

    AMD ist die Hauptursache für die Erblindung bei älteren Menschen in der westlichen Welt und betrifft allein in den USA über 10 Millionen Patienten. Die gegenwärtige Standardtherapie bei AMD stützt sich in erster Linie auf Angiogenese-Inhibitoren. Dieser Behandlungsansatz ist auf die ca. 10 bis 15 % der AMD-Patienten mit Komplikationen infolge okulärer Angiogenese (Bildung neuer Blutgefässe und Blutungen in den hinteren Augenabschnitten) zugeschnitten. Es gibt derzeit kein auf dem Markt befindliches Medikament, das für die Behandlung der verbleibenden Patienten, die an der so genannten "trockenen" Form der Erkrankung leiden, zugelassen wäre.

    Informationen zum Komplementsystem und zu POT-4

    Bei der Komplementaktivierung handelt es sich um einen Entzündungsprozess, an dem mehrere Dutzend Plasmaproteine (Bluteiweisse)  beteiligt sind und der letztlich zu durch MAK (Membran-Angriffs-Komplex)  hervorgerufenen Defekten in der Zellmembran führt. Die Aktivierung des  Komplementsystems stellt einen wichtigen Teil der Immunreaktion des Körpers  gegen Erreger wie Bakterien und Viren dar. Obwohl dem System eine  Abwehrfunktion zukommt, kann eine unangemessene oder überschiessende Komplementaktivierung unbehandelt zu krankhaften Veränderungen führen. Eine  Vielzahl von in den letzten drei Jahren veröffentlichten wissenschaftlichen  Studien konnte eine starke Beziehung zwischen Genvarianten, die die  Bestandteile des Komplementsystems codieren, und einer Bereitschaft, AMD zu entwickeln, aufzeigen.

    POT-4 bindet sich fest an die C3-Komponente des Komplementsystems und verhindert so deren Mitwirkung an der Aktivierung der Komplementkaskade. Da es sich bei C3 um eine zentrale, an allen wesentlichen Wegen zur Aktivierung des Komplementsystems beteiligte Komponente handelt, verhindert deren Hemmung effektiv die gesamte nachgeschaltete Komplementaktivierung, die sonst ungehemmt zu lokaler Entzündung, Gewebeschaden und Hochregulation von angiogenen Faktoren, wie z. B. des VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor), führen könnte.

    Informationen zu Potentia

    Potentia Pharmaceuticals, Inc. ist ein Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Frühphase der Entwicklung neuartiger Therapeutika und Technologien zur Medikamentenverabreichung für chronisch entzündliche Erkrankungen konzentriert, wobei der Schwerpunkt zunächst auf Augenerkrankungen wie der altersabhängigen Makuladegeneration liegt.

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