Ferienland Kufstein

50 Jahre Naturschutzgebiet - Der Wilde Kaiser bleibt ungezähmt - BILD

Kufstein (ots) - Rund 1000 Kilometer bestens ausgeschilderter Wanderwege durchziehen das Ferienland Kufstein mit seinen acht naturnahen Urlaubsdörfern und der Festungsstadt Kufstein. Für Wanderer ein absolutes Highlight ist das Kaisergebirge mit seinem berühmten Kaisertal. Seit 50 Jahren steht dieses nun schon unter Naturschutz. Trotz Kultstatus für Kletterer und Wanderfans bleiben Fauna und Flora ursprünglich und vielfältig.

Heller bizarrer Kalkstein, 1000 Meter hohe Abbrüche und spitze Felsnadeln über malerischen Almen verleihen dem "Wilden Kaiser" seinen Mythos. Doch geographisch ist das 100 Quadratkilometer große Kaisergebirge schlicht ein Kettengebirge. Seine beiden Hauptkämme, der Zahme und der Wilde Kaiser, erstrecken sich 20 Kilometer lang zwischen den "Grasbergen" der Chiemgauer und Kitzbühler Alpen. Dazwischen liegt das Kaisertal, das vom Ferienland Kufstein aus über 282 Stufen der Sparchen-Treppe erreicht werden kann. Als in den 1960er Jahren das letzte bewohnte Tal Österreichs ohne Straßenanbindung erschlossen werden soll, flammen hitzige Diskussionen auf - und ein dramatischer Sieg der Natur gelingt: 1963 wird auf Initiative der Kufsteiner Sektion des Alpenvereins der gesamte "Wilde Kaiser" unter Naturschutz gestellt.

Zwtl.: Klettermekka und Wanderparadies

Naturfreunde nähern sich den zur stilisierten Kaiserkrone gereihten Zinnen per Pedes. Einfache Wanderungen führen zum Beispiel im Kaisertal bis zur Vorderkaiserfeldenhütte. Gipfel wie Naunspitze, Petersköpfl oder Pyramidenspitze sind trittsicher erreichbar. Eine mehrtägige Hüttenwanderung stets im Naturschutzgebiet,wie etwa vom Hintersteinersee über die Walleralm ins Kaisertal, lässt die Ursprünglichkeit und Ruhe tief wirken. Viele Zinnen, auch im gar nicht zahmen Kaiser, bleiben Kletterprofis vorbehalten. Alpinisten setzten in Begehungen mit Seil und Haken ein Maß für die Welt: hier wurde erstmals der VII Schwierigkeitsgrad in den Alpen erreicht, hier legten unzählige Pioniere den Grundstein für die heute weltweit trendige Sportkletterei.

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