Schweizerische Herzstiftung / Fondation Suisse de Cardiologie / Fondazione Svizzera di Cardiologia

Wenn der hohe Druck vergesslich macht
Blutdruck-Offensive der Schweizerischen Herzstiftung

    Bern (ots) - Ein erhöhter Blutdruck bedroht nicht nur Herz und Kreislauf, sondern kann auch die Entwicklung einer Demenz fördern. Laut neuen Studien wirken blutdrucksenkende Medikamente deshalb auch gegen den Verlust kognitiver Fähigkeiten.

    Ein Lächeln liegt auf seinem Gesicht, als Rolf Erni im Rollstuhl durch den Park geschoben wird. Er scheint die warme Wintersonne auf seiner Haut zu geniessen. Erni kennt weder den Namen des Pflegers, der ihn schiebt, noch weiss er, welcher Wochentag gerade ist. Der 82-Jährige ist dement.

    Vor etwa sechs Jahren war Rolf Erni noch kerngesund. Er hatte zwar einen erhöhten Blutdruck, doch fühlte er sich dadurch nicht beeinträchtigt und nahm deshalb auch keine Medikamente dagegen. Bluthochdruck zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen - von einem Herzinfarkt oder Hirnschlag blieb Erni verschont. Doch der erhöhte Druck, mit dem das Blut durch seine Hirngefässe floss, schädigte Ernis Gehirn über die letzten Jahre unwiderruflich.

    Mini-Hirnschläge lassen Hirnregionen absterben

    Auch in den Hirnarterien können diese arteriosklerotischen Veränderungen auftreten. Sie behindern den Blutfluss und führen manchmal gar zum Verschluss eines oder mehrerer kleiner Hirngefässe. Mini-Hirnschläge - auch Streifungen genannt - können die Folge sein, die kleinste Hirnregionen lahm legen und absterben lassen, ohne dass es der Betroffene selbst bemerkt. Die längerfristige Folge ist eine verminderte kognitive Leistung des Gehirns (Wahrnehmungs-, Lern-, Denk- und Erkennungsfähigkeit) - bis hin zur Demenz, von der rund ein Fünftel der Bevölkerung über 80 Jahren betroffen ist.

    Die vollständige Medienmitteilung ist unter www.swissheart.ch/medien abrufbar.

ots Originaltext: Schweizerische Herzstiftung
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Bereichsleiterin Aufklärung/Prävention
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