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Media Service: Privatbank Mirabaud will organisch wachsen

Zürich (ots) - Yves Mirabaud, Senior-Teilhaber der ältesten Privatbank der Schweiz, hegt trotz Konsolidierung der Branche keine Übernahmegelüste. «Wir zielen nicht auf andere Banken, denn wir wachsen grundsätzlich nicht über Akquisitionen. Wir werben Leute an, wir kaufen keine Banken», sagt er im Interview mit der «Handelszeitung». Angesprochen auf das Schwarzgeld-Verfahren der UBS in Frankreich gibt sich der Genfer Privatbankier gelassen: «Wir haben das lokale Geschäft in Frankreich immer strikt vom Geschäft in der Schweiz getrennt.» Hierzulande habe die Mirabaud-Gruppe weniger als 10 Prozent französische Kunden. «Das waren mal mehr. Aber die Regularisierung und unser Wachstum haben den Anteil gesenkt.»

Auch das hohe Aufwand-Ertrag-Verhältnis von 86 Prozent kümmert Yves Mirabaud wenig: «Wir haben keine Aktionäre, die sich dafür interessieren.» Ihm und seinen Partnern sei wichtig, dass die Bank rentabel und gut kapitalisiere. Man wolle vor allem in die Zukunft investieren, das koste. So steht für Mirabaud der Markt Grossbritannien im Fokus. «Das Asset Management haben wir in London bereits stark ausgebaut. Im Fall der Vermögensverwaltung klären wir derzeit ab, ob wir das ausbauen wollen.»

Die Bank Mirabaud wurde 1819 in Genf gegründet, beschäftigt 700 Mitarbeiter in 14 Niederlassungen auf 3 Kontinenten und verwaltete Ende 2015 ein Vermögen von 32,8 Milliarden Franken.

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