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Media Service: Axpo kauft sich in Italien frei

Zürich (ots) - Der Schweizer Stromkonzern Axpo zahlt den italienischen Steuerbehörden 53,8 Millionen Franken. Die Zahlungen stehen in Zusammenhang mit einem Mehrwertsteuer-Ermittlungsverfahren, welches im Herbst 2012 seinen Anfang nahm, als die italienische Steuerpolizei am Axpo-Italia-Sitz in Genua gegen 80 Millionen Euro beschlagnahmte. Axpo will die Millionenzahlung an den Fiskus nicht als «Schuldeingeständnis» verstanden wissen. Konzernsprecher Tobias Kistner sagt: «Die Zahlung wurde getätigt, um das Risiko eines lange andauernden Steuerstreits mit den italienischen Behörden zu minimieren.» Man sei davon überzeugt, dass sämtliche Aktivitäten des Unternehmens stets auf voller Transparenz basierten und jederzeit in Einklang mit der nationalen und internationalen Gesetzgebung geschahen. Die italienische Tochter habe gemeinsam mit dem Konzern eine «umfassende interne Überprüfung» zu den Sachverhalten und Geschäftsprozessen eingeleitet, um «ähnliche Vorkommnisse» für die Zukunft auszuschliessen.

Beim Mehrwertsteuerfall geht es um den Handel mit CO2-Emissions-Zertifikaten in den Jahren 2009 und 2010. Die Behörden warfen der italienischen Axpo-Tochter vor, damals über zwischengeschaltete, eigens dazu gegründete Unternehmen Zertifikate von ausländischen Firmen erworben zu haben und die darauf erhobene Mehrwertsteuer nicht an den Fiskus abgeführt zu haben.

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