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Media Service: Swisscom: Ein Jahr nach Carsten Schloters Suizid warnen Psychologen vor Tabuisierung

Zürich (ots) - Vor einem Jahr nahm sich der ehemalige Swisscom-Chef Carsten Schloter das Leben. Seitdem versucht die Swisscom ihren Mitarbeitern die Themen Work-Life Balance und Gesundheitsförderung stärker nahezubringen. Interne Leitfäden zur 24-Stunden-Erreichbarkeit sollen dieses Ziel unterstützen. Dies berichtet die «Handelszeitung» in ihrer neuen Ausgabe. «Wir sensibilisieren die Mitarbeitenden darauf, ihre Erreichbarkeit bewusster zu steuern», erklärt Swisscom-Sprecher Sepp Huber.

Psychologen raten Firmen, die mit einem Manager-Suizid konfrontiert sind, aber nicht nur in Work-Life-Balance-Programme zu investieren. Diese kratzten nach Expertenmeinung nämlich oft nur an der Oberfläche und würden die Ursachen für Suizide verallgemeinern. Vielmehr müssten unternehmensintern auch Depressionen und Versagensängste thematisiert werden. «Während ergonomische Stühle für den Rücken oder fettreduziertes Essen in der Kantine mittlerweile zum Alltag im Berufsleben gehören, wird für die Psyche noch zu wenig getan», erklärt der Suizidforscher Vladeta Ajdacic-Gross.

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