Handelszeitung

Media Service: "Jenseits von Gut und Böse" - Günter Netzer kritisiert Spielerberater

Zürich (ots) - Der ehemalige Fussballstar Günter Netzer kritisiert die Gilde der Spielerberater: "Sie haben zu Recht einen schlechten Ruf. Sie nehmen und haben zu viel Einfluss im Fussballgeschäft", sagt er in einem Interview mit der "Handelszeitung". "Für manche Fussballer kann ein Berater ein Segen sein. Aber in vielen Fällen ist das eben nicht der Fall", sagt Netzer, der Sportmarketingunternehmer ist und selber nie Ambitionen hatte, Spielerberater zu werden.

Deutliche Kritik übt Netzer auch an den Geldern, die für Fussballspieler bezahlt werden. "Die kolportierten Transfersummen sind völlig unvernünftig, jenseits von Gut und Böse. Solche Auswüchse sind bedauerlich. Kein Spieler ist diese Summen wert."

Zwar ruht der Ball in den Schweizer Fussballligen derzeit. Doch hinter den Kulissen herrscht Hektik. Die Vereine versuchen, sich mit neuen Spielern zu verstärken, die Fussballer feilschen um bessere Arbeitsverträge. Dies ist die Hochsaison der Spielerberater. Es geht um viel Geld, das Geschäft mit dem Kauf und Verkauf von Spielern boomt, die Transfersummen steigen rasant. Doch häufig bewegen sich die Provisionen für die Agenten zwischen mageren 3000 und 5000 Franken, gerade bei Transfers innerhalb der Schweiz. Um ihr Einkommen zu sichern und zu verbessern, greifen Berater nicht selten zu zweifelhaften Methoden.

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