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Media Service: EWZ: Zürcher Energieversorger will Nummer eins beim Ökostrom werden

Zürich (ots) - Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ), der drittgrösste Energieversorger der Schweiz, sieht seine Zukunft in den erneuerbaren Energien und im Verzicht auf Strom aus Kernkraftwerken. Marcel Frei, der Direktor des EWZ, hat eine klare Vorstellung: «Wir wollen Nummer eins werden in der Schweiz als Energieunternehmen mit einer Vorreiterrolle in den Bereichen Ökologie und Energieeffizienz». Das bedeutet, wie Frei in einem Interview der «Handelszeitung» unterstreicht, «den Verzicht auf Kernenergie». Der Ausstieg aus dem Atomstrom sei für das EWZ bis 2034 realisierbar, allerdings müssten hierzu vom Bund und von den Kantonen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, besonders für die Investitions- wie auch die Rechtssicherheit. Der Anteil des Stroms aus Kernkraftwerken, rund 40 Prozent des gesamten heutigen Verbrauchs im Netz, werde das EWZ durch den gezielten Ausbau der neuen erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Biomasse substituieren. Frei: «Bis ins Jahr 2017 sollen rund 1100 Gigawattstunden Windenergie, 85 Gigawattstunden Solarenergie und rund 90 Gigawattstunden Energie aus Biomasse unser Produktionsportfolio ergänzen». Allein diese zusätzliche Menge an Ökostrom genüge, um rund 40 Prozent des heute in der Stadt Zürich verbrauchten Stroms bereitzustellen. Weiterhin würde die Wasserkraft das Fundament der EWZ-Stromproduktion bilden. Gemäss Frei ist es möglich, die Stadt Zürich bereits in fünf Jahren vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Zur Sicherung der Stromversorgung würden in einem ersten Schritt bis ins Jahr 2020 primär neue Anlagen gebaut, in einem zweiten dann zwischen 2030 und 2040 viele Produktionsstätten erneuert. Dieser Aus- und spätere Umbau erfordere jährlich Investitionen von 100 bis 400 Millionen Franken. Frei: «Im Durchschnitt rechnen wir in den nächsten zehn Jahren mit Investitionen von rund 150 Millionen Franken pro Jahr.»

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