Media Service: Victorinox-Chef Elsener: «Exzessive Löhne gefährden den Arbeitsfrieden»

Zürich (ots) - Zwei Wochen vor der Abstimmung über die Abzocker-Initiative mischt sich Victorinox-Chef Carl Elsener in die Debatte um überhöhte Kadersaläre. «Eine wesentliche Stärke der Schweiz ist der Arbeitsfrieden zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Die exzessiven Löhne gefährden diesen. Das macht mir Sorgen», sagt der Schweizer Sackmesser-König im Interview mit der «Handelszeitung». Jeder Exzess habe einen Gegenexzess zur Folge. Als solchen betrachtet er die «1:12-Initiative» der Jungsozialisten. «Ich finde es schade, dass wir überhaupt ein solches politisches Anliegen diskutieren müssen», so Elsener. «Meiner Meinung nach braucht es möglichst wenig Regulierung.» Jedes Gesetz, jede Staatsintervention schwäche das Land. Er selbst verdient als Chef des Familienunternehmens Victorinox nur fünf Mal mehr als der am tiefsten bezahlte Angestellte. «Das ist kein Marketinggag, sondern meine Überzeugung. Ich arbeite zwar etwas mehr als der Schnitt, doch das rechtfertigt keinen exorbitant höheren Lohn. Für den Erfolg des Unternehmens braucht es alle.»

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