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Media Service: Harsche Kritik an Innovationshilfen: Die Reform der Förderagentur für Innovation des Bundes verärgert Maschinenindustrie und Kanton Bern

Zürich (ots) - Bei der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) wird umgebaut. Denn das bisherige System des Bundes zur Förderung des Wissenstransfers zwischen Hochschulen und Unternehmen war ineffizient und mitunter wenig erfolgreich. Die regionalen Wissens- und Technologietransferstellen werden durch acht nationale thematische Netzwerke abgelöst. Sie fokussieren je auf ein Thema - etwa Biotech oder Holz. Ab Januar sollen sie kleine und mittlere Unternehmen in der ganzen Schweiz zu Neuheiten verhelfen. Dafür erhalten sie vom Bund Beiträge zwischen 200000 und 400000 Franken pro Jahr. «Die Themen sind inhaltlich relevant und bieten ein grosses Innovationspotenzial für die Schweizer Wirtschaft», so KTI-Präsident Walter Steinlin.

In der Wirtschaft stossen die Netzwerke nicht überall auf Begeisterung. «Sie nützen der Maschinen- und Elektroindustrie wenig. Das ist ärgerlich», sagt Hans Hess, Präsident des Industrieverbandes Swissmem, gegenüber der «Handelszeitung.» Er kritisiert nicht nur, dass seine Branche in den acht Netzwerken kaum vertreten ist. Der Ansatz sei auch verkehrt. «Mit dem Netzwerke-System drücken die Hochschulen ihre bestehenden Technologien in Unternehmen hinein.» Das nütze den Firmen jedoch nichts.

Der Verband bewarb sich mit Partnern erfolglos für ein Netzwerk. Das Projekt setzt er nun auf eigene Faust und mit eigenen Mitteln um. Bis Januar will Swissmem fünf ehemalige Industrielle mit Beziehung zu Hochschulen anstellen, die Mitgliedsfirmen beraten, wie sie ihre Innovationsprobleme am besten lösen.

Swissmem steht mit ihrer Skepsis gegenüber der KTI nicht alleine da. Auch der Kanton Bern lanciert ein eigenes Förderprogramm für die Maschinenindustrie. Im Zentrum steht der Austausch zwischen den bernischen Unternehmen. «Wenn der Fokus im Technologietransfer auf der Hochschulseite liegt, schnuppern wir nur an einem Bruchteil davon, was an Innovation überhaupt möglich ist», erklärt Initiator Lorenz Zellweger.

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