Handelszeitung

Media Service: Automarkt Schweiz - teure und schnelle Autos sind gefragt

Zürich (ots) - Die Schweizer stehen auf schnelle und zunehmend auch teurere Autos. Die Analyse des Autojahres 2010 der "Handelszeitung" zeigt, dass Ferrari und Co. in der Schweiz nach einer kurzen Krise 2009 erneut in der Gunst des gut verdienenden Publikums stehen. Neu immatrikuliert wurden im vergangenen Jahr 1843 Porsche (+39,6 Prozent gegenüber Vorjahr), 355 Ferrari (+5,3 Prozent), 211 Aston Martin (+10,5 Prozent), 204 Maserati (-14,6 Prozent), 125 Mercedes SLS AMG (neu), 94 Bentley (-6 Prozent) und 42 Rolls Royce (+68 Prozent). Und dazu zehn Bugatti Veyron (+42,9 Prozent). Der über 1000 PS starke italienische Luxus-Sportwagen ist aktuell mit einem Grundpreis von 1,3 Millionen Franken der teuerste Serien-PW auf Schweizer Strassen. Nach Schätzungen der "Handelszeitung" wurden in der Schweiz 2010 rund 11,5 Milliarden Franken für Neufahrzeuge ausgegeben, dazu rund 7,7 Milliarden Franken für Occasionen.

Sieger: Dacia und Porsche - Verlierer: Lancia und Dogde

Nicht nur Teures steigt in der Beliebtheitsskala der Schweizer Automobilisten. Mit 4966 verkauften Autos katapultierte sich die Günstigmarke Dacia in der nationalen Rangliste der 50 meistverkauften Marken auf Rang 21. Die rumänische Tochter von Renault konnte ihre Neuzulassungen damit mehr als verdoppeln. Markant zulegen konnten zudem Porsche (+39,6 Prozent), Chrysler (38,6 Prozent), Chevrolet (37 Prozent), Nissan (33,5 Prozent) und Peugeot (27,2 Prozent). Zu den Verlierern des Autojahres 2010 zählen anderseits Lancia (-24,1 Prozent), Dodge (-19,2 Prozent), Jaguar/Daimler (-16,6 Prozent), Honda (-14,7 Prozent) und - nachvollziehbar nach der noch vor einem Jahr unsicheren Zukunft - Saab (-12 Prozent).

Amag vor Emil Frey

Mit einem Umsatz von 4 Milliarden Franken ist die Amag-Gruppe das umsatzstärkste Schweizer Autohandelshaus. Der Importeur der Marken VW, Audi, Skoda und Seat verkaufte 2010 über 76'000 Autos und nimmt deshalb für sich einen Marktanteil von 24,8 Prozent in Anspruch. Auf den weiteren Plätzen folgen die Emil-Frey-Gruppe (Toyota, Subaru, Suzuki, Mitsubishi, KIA, Daihatsu, Land-Rover, Lexus, Jaguar, Aston-Martin) mit 2,1 Milliarden Franken, BMW Schweiz (BMW und Mini) mit 1,8 Milliarden Franken, Mercedes Schweiz (1,4 Milliarden Franken) und Renault Schweiz (753 Millionen Franken).

Deutsche Autos sind die beliebtesten

Wie schon im Vorjahr kommen die in der Schweiz beliebtesten Personenwagen aus Deutschland, nämlich zu 39 Prozent. Auch die Hitparade der zehn meistverkauften Autos dominiert unser nördliches Nachbarland. Sieben Autos (1. VW Golf, 3. VW Polo, 4. Opel Astra, 5. Audi A4, 6. BMW 3, 8. Ford Fiesta, 10. Audi A3) haben eine deutsche Herkunft. Fünf von ihnen - darunter auch der Zweitplazierte Skoda Octavia - wurden in einem Volkswagen-Werk gebaut.

Kontakt:

Redaktion Handelszeitung
+41 (0)43 444 59 00.



Weitere Meldungen: Handelszeitung

Das könnte Sie auch interessieren: