Verband Deutscher Papierfabriken (VDP)

Papierindustrie wird sich dem Strukturwandel stellen müssen

    Berlin (ots) - Die Papierindustrie wird sich in der Wirtschaftskrise auch ihren strukturellen Problemen widmen müssen. Diese seien davor durch die Hochkonjunktur verdeckt worden. Das erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Dr. Wolfgang Palm, auf der Mitgliederversammlung des VDP. Insgesamt werde es noch einige Jahre dauern, bis die Branche wieder den Stand des Vorkrisenjahrs 2007 erreicht haben wird. Die Konjunktur der verschiedenen Sortenbereiche verlaufe dabei völlig unterschiedlich, erklärte Palm. Angesichts des dramatischen Preisverfalls von durchschnittlich 8% in 2009 seien jetzt Preisanhebungen auf breiter Front zu erwarten.

    In Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise erwartet die Branche für 2009 einen Absatzrückgang von 8 % Prozent auf voraussichtlich 21,1 Mio Tonnen. Dabei sind Inlands- und Auslandsgeschäft gleichermaßen stark betroffen. Den stärksten Rückgang verzeichnen die Lieferungen nach Übersee mit rund -18 %. Der Anteil am Gesamtexport liegt damit nur noch bei 12 %. Mit 65 % ging allerdings der größte Anteil der deutschen Papierausfuhren weiter nach Westeuropa. Der Anteil nach Osteuropa liegt bei 23 % und hat sich in den letzten Jahren weiter deutlich erhöht. Der Umsatz der deutschen Papierindustrie wird nach Schätzungen des VDP 2009 mit 12,3 Mrd. Euro um 17 % unter dem Vorjahreswert von 14,8 Mrd. Euro liegen.

    Die einzelnen Sortenbereiche entwickelten sich extrem unterschiedlich: Bei den grafischen Papieren wird der Absatzrückgang ein Minus von 15 % ausweisen. Im Verpackungsbereich hingegen ist der Absatz mit minus 1 Prozent nur moderat zurückgegangen. Hygienepapiere wurden als Konsumgüter des täglichen Bedarfs von der Krise weniger berührt.

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