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Hurrikan Sandy: Nach wie vor Handlungsbedarf bei US-Unternehmen (Bild/Dokument)

Hurrikan Sandy: Nach wie vor Handlungsbedarf bei US-Unternehmen (Bild/Dokument)
Infografik Sandy. Weiterer Text ueber OTS und auf http://www.presseportal.ch. Die Verwendung dieses Bildes ist fuer redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veroeffentlichung unter Quellenangabe: "OTS.Bild/Allianz Suisse".

Ein Dokument

Zürich/New York (ots) -

   - Viele US-Unternehmen auch ein Jahr nach Sandy noch nicht  
     angemessen auf Naturkatastrophen vorbereitet
   - Allianz Risk Consulting: Extreme Wetterereignisse sind neue 
     Realität
   - Schweizer Unternehmen ziehen die richtigen Lehren aus 
     Naturkatastrophen 

Ende Oktober jährt sich Hurrikan Sandy zum ersten Mal. Die Allianz Global Corporate & Speciality (AGCS), der internationale Versicherer für Firmen- und Spezialrisiken der Allianz, kommt zum Schluss, dass viele US-Unternehmen ein Jahr nach dem verheerenden Hurrikan noch keine adäquaten Massnahmen zum Schutz vor Naturkatastrophen umgesetzt haben.

"Im Vergleich zu den USA bereiten sich Schweizer Unternehmen, aber auch die öffentliche Hand und Private, sehr ernsthaft auf die Auswirkungen von Unwettern vor", so kommentiert Bruno Spicher, Leiter Sach- und Unternehmensversicherung der Allianz Suisse das neue Risk Bulletin der AGCS. Spicher: "Ganz generell ziehen die Schweizer die richtigen Lehren aus Naturkatastrophen wie Stürmen oder Überschwemmungen der Vergangenheit. Das Risiko-Management funktioniert."

Im August 2005 hatte ein Jahrhundert-Hochwasser viele Regionen in der ganzen Schweiz überrascht. Es war eine der schwersten Naturkatastrophen, die das Land je erlebt hatte. Der materielle Schaden belief sich auf rund drei Milliarden Franken. Auch Unternehmen waren stark betroffen: durch Sachschäden oder Betriebsunterbrüche mit oft massiven wirtschaftlichen Ausfällen. "Wir konnten feststellen, dass die Schadenfälle bei den nachfolgenden Unwettern markant abgenommen haben. Das zeigt, dass alle Beteiligten die richtigen Lehren aus den dramatischen Ereignissen von 2005 gezogen und vorbildliche Massnahmen umgesetzt haben", sagt Bruno Spicher.

AGCS Risk Bulletin

Anders präsentiert sich das Bild in den Vereinigten Staaten. Das neue Risk Bulletin der AGCS mit dem Titel "Superstorm Sandy: Lessons Learned - a Risk Management Perspective" (Supersturm Sandy: Erfahrungen aus Sicht des Risikomanagements) untersucht die Kosten der Naturkatastrophe von 2012. Die Studie zeigt auf, welche Massnahmen Unternehmen ergreifen müssten, um die finanziellen Folgen kommender Stürme zu begrenzen.

"Viele Unternehmen in den USA sind nicht so gut vorbereitet, wie sie es sein könnten. Auf die «neue Normalität» von extremen Wetterereignissen müssen sie sich erst einstellen. Das kann ein langwieriger Prozess sein", so Tom Varney, Leiter der Allianz Risk Consulting (ARC) für Nord- und Südamerika. "In Unternehmen kann es manchmal Jahre dauern, bis die Mittel für die notwendigen Veränderungen bereitgestellt sind. Die Allianz unterstützt die Kunden bei der Identifizierung von Schwachstellen und bei der Vorbereitung für den Ernstfall".

Supersturm Sandy hat im Oktober 2012 im Nordosten der Vereinigten Staaten gewütet und immense Kosten verursacht. Sandy war der zweitteuerste Sturm in der Geschichte der USA. Viele Unternehmen und Privatpersonen kämpfen noch heute mit den enormen Schäden.

Die Allianz hat vier Massnahmen identifiziert, die für eine professionelle Vorbereitung für Naturkatastrophen von existenzieller Bedeutung sind:

1. Aktualisieren und Testen der Notfallpläne: Vorbereitung im Vorfeld des Wetterereignisses reduziert Sachschäden und Dauer der Betriebsunterbrechung. Die Allianz empfiehlt den Unternehmen einen umfassenden schriftlichen Notfallplan zu erstellen. Dieser soll jedes Jahr überarbeitet und getestet werden. Ein guter Plan wird vom oberen Management getragen und umfasst standortspezifische Empfehlungen und eine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten. Die Risikoberater der Allianz helfen Kunden routinemässig bei Entwurf, Überprüfung und Bewertung ihrer Notfallpläne und geben individuelle Empfehlungen für Verbesserungen.

2. Überprüfung der Eventualpläne: Die wichtige Rolle von betrieblichen Eventualplänen ist im Licht der jüngsten Naturkatastrophen offensichtlicher geworden. Sandy traf die amerikanische Nordostküste an einem Montag: Das erschwerte die Entwicklung und Umsetzung von betrieblichen Notfallplänen für die Mitarbeiter, die gleichzeitig ihr Zuhause und ihre Familien auf den Orkan vorbereiten mussten. Gut ausgearbeitete Notfallpläne ermöglichen Unternehmen baldmöglichst den Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen zu können.

In zahlreichen Betrieben müssen Notfallpläne aus globaler Perspektive erstellt werden, da Lieferketten immer ausgedehnter werden, insbesondere in Asien und Lateinamerika. Die Allianz Studie Managing Disruptions untersucht die Komplexität von Lieferketten und wie Versicherer und Industrie diese widerstandsfähiger machen können.

3. Kenntnis der Versicherungspolice: Firmenbesitzer sollten sich die Zeit nehmen, ihre aktuelle Police mit ihrem Versicherer durchzugehen. Was ist gedeckt und wo bestehen möglicherweise Deckungslücken? Ebenfalls sollte ermittelt werden, ob die Haftungsgrenzen dem derzeitigen Wert der Reparatur- oder Ersatzkosten des Schadens entsprechen. Wird eventuell eine verlängerte Haftzeitklausel für die Deckung der Betriebsunterbrechung benötigt, um das Unternehmen bis zu einem Ergebnis-Niveau wie vor dem finanziellen Verlust zu unterstützen?

4. Wissen, worauf man sich vorbereitet: Auf einen Orkan muss man sich anders vorbereiten als auf eine Überschwemmung.

Der AGCS Risk Bulletin enthält auch Expertenkommentare von AGCS Fachleuten:

Hurrikanexperte Andrew Higgins von Allianz Risk Consulting beschäftigt sich schwerpunktmässig mit der Frage, ob die Sturmaktivitäten im Raum New York zunehmen und wie Betriebe ihren Besitz bestmöglich vor Überschwemmungen bewahren.

Terry Campbell, Leiter AGCS Marine Claims für Nord- und Südamerika, erörtert, wie es dem Versicherungssektor gelang, die zahlreichen Herausforderungen in Zusammenhang mit Sandy zu bewältigen, Schäden schnell zu regulieren und Unternehmen zu helfen wieder auf die Beine zu kommen.

Kontakt:

Kommunikation Allianz Suisse
Hans-Peter Nehmer
Telefon: 058 358 88 01
E-Mail: hanspeter.nehmer@allianz-suisse.ch

Harry H. Meier
Telefon: 058 358 84 14
E-Mail: harry.meier@allianz-suisse.ch

Kommunikation Allianz Global Corporate & Specialty AG (AGCS)
Bettina Sattler
Telefon: +49 89 3800 14303
E-Mail: bettina.sattler@allianz.com

Annika Schünemann
Telefon: +1 646 472 1580
E-Mail: annika.schuenemann@agcs.allianz.com


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