Parkinson Schweiz

30 Jahre Parkinson Schweiz
Parkinson bitte nicht aufs Zittern reduzieren

30 Jahre Parkinson Schweiz / Parkinson bitte nicht aufs Zittern reduzieren
Eine Diagnose, unzählige Herausforderungen. Parkinson bewegt! Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/pm/100007592 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Parkinson Schweiz"

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Egg (ots) - Gefragt nach den Anzeichen für Parkinson antworten die meisten Menschen spontan mit «zittern». Für die rund 15'000 Betroffenen in der Schweiz und ihre Angehörigen sind jedoch meistens andere Symptome weit belastender. Anlässlich der Aktivitäten zum 30-jährigen Bestehen informiert Parkinson Schweiz die Öffentlichkeit über diese Krankheit und sensibilisiert sie für die Bedürfnisse der Betroffenen. Viel wäre gewonnen, wenn erkrankte Menschen künftig weniger unter vorschnellen Fehlurteilen zu leiden hätten.

Ungefähr ein Drittel aller Parkinsonerkrankten zittern nie. Sie leiden unter unzähligen weniger bekannten und unberechenbareren Symptomen: Etwa unter plötzlichem Erstarren im Gehen, das Betroffene ohne Vorwarnung blockieren kann. Oder unter fortschreitendem Verlust der Gesichtsmimik, was Gesprächspartner häufig mit Desinteresse verwechseln. Nicht selten ist dies der Anfang einer fortschreitenden sozialen Vereinsamung. «Seit ich nicht mehr lächeln kann, werde ich auch nicht mehr angelächelt», so die nachdenklich stimmende Äusserung eines Betroffenen. Parkinson betrifft vorwiegend ältere Menschen (ca. 1 Prozent der über 60-Jährigen), kann aber auch schon im Alter von unter 40 Jahren auftreten. Vorschnelle Interpretationen des Umfelds aufgrund von Unwissen führen leicht zu voreiligen Schlüssen. Diese können im beruflichen Alltag den Arbeitsplatz gefährden, lange bevor die Symptome einer Krankheit zugeordnet werden. Nicht selten vergehen viele Leidensjahre, bis die Diagnose Parkinson gestellt wird. Gefragt nach dem wichtigsten Anliegen im Gedanken an Betroffene meint Prof. Hans-Peter Ludin, der geistige Vater und Mitbegründer von Parkinson Schweiz: "Diese Menschen mit ihrer Krankheit ernst nehmen".

Die Liste der Symptome bei Morbus Parkinson ist lang

Nebst den bereits erwähnten Erscheinungen und motorischen Einschränkungen leiden Erkrankte häufig auch unter Schmerzen, Verstopfung, Blasenstörungen, Schlafstörungen, Schweissausbrüchen, Depressionen, Verminderung der Riechfähigkeit oder Schluckbeschwerden. Martin Wellauer, Präsident von Parkinson Schweiz, zitiert dazu die bekannte Aussage «Jede erkrankte Person hat ihren eigenen Parkinson». Diese Vielschichtigkeit der Symptomatik macht es auch für die Ärzte nicht einfacher.

Fest steht Folgendes: Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen und bis heute unheilbar. Der Verlauf ist langsam fortschreitend, bei nahezu normaler Lebenserwartung. Hoffnung gibt es trotzdem: Moderne Behandlungsmöglichkeiten, vielversprechende Therapien und die Erkenntnisse aus der Forschung machen Mut. Bis eines Tages Heilung hoffentlich möglich sein wird, steht die Erhaltung der maximal möglichen Lebensqualität der Betroffenen im Zentrum der Arbeit von Parkinson Schweiz.

Die Vereinigung engagiert sich seit 30 Jahren mit vielen Projekten und Dienstleistungen in den fünf Bereichen Information, Beratung und Unterstützung, Selbsthilfe, Aus- und Weiterbildung, Forschungsförderung.

Weitere Informationen und Infoveranstaltungen: 
- Tel. 043 277 20 77, info@parkinson.ch, www.parkinson.ch
- Welt-Parkinson-Tag  am 11.4.2015: Informationsveranstaltung in der 
Clinica Hildebrand, Brissago
- Informationsstand von Parkinson Schweiz anlässlich des slowUp in 
Locarno am 12.4.2015 
- Tag der offenen Tür, Plein Soleil, Lausanne am 22.5.2015 

Kontakt:

Carmen Stenico,
Geschäftsführerin,
Parkinson Schweiz
Tel. 043 277 20 67;
E-Mail: presse@parkinson.ch

Dr. Jörg Rothweiler,
Leiter Kommunikation,
Parkinson Schweiz,
Tel. 043 277 20 66,
E-Mail: presse@parkinson.ch


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