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BVMW fordert Konzerne zu engerem Schulterschluss mit dem Mittelstand auf - Siemens-Entscheidung beim Verkauf der Service-Tochter SINITEC richtungsweisend

    Berlin/Neuss - Siemens-Konzernchef Klaus Kleinfeld hat nach Auffassung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de mit dem Verkauf seines Tochterunternehmens SINITEC an die mittelständische Firmengruppe a & o eine richtungsweisende Entscheidung getroffen. Sie könnte in Deutschland Modellcharakter bekommen: "Konzerne sollten generell sehr viel stärker auf die Kompetenz von mittelständischen und inhabergeführten Unternehmen setzen. In der traditionellen Industriegesellschaft reichte es aus, ein bestimmtes Größenminimum zu erreichen, um Gewinne zu erzielen. Heute benötigen wir ein intelligentes Netzwerkmanagement zwischen kleinen und großen Firmen", so Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). Bei Innovationen, Dienstleistungen, Schnelligkeit, Spezialisierung und Flexibilität lägen die Vorteile klar bei klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU). "Große Unternehmen bieten bessere Voraussetzungen bei der Massenproduktion, Vermarktung und dem Vertrieb. In der Symbiose liegt die Leistungskraft unserer Volkswirtschaft", so Ohoven.

    Die Siemens AG hätte beim SINITEC-Verkauf auch auf die zahlreichen Angebote von so genannten Private Equity-Firmen eingehen können. "Siemens hat aber mit a & o einen schnell wachsenden und erfolgreichen Mittelständler ausgewählt, um das IT-Dienstleistungsgeschäft in Deutschland auszubauen und nicht den kurzfristigen Renditezielen eines Firmenjägers zu opfern. Deutsche Konzerne sollten diesem Beispiel folgen und sich nicht auf verlustbringende Fusionen, überstürzte Akquisitionen oder Firmenzerschlagungen einlassen", fordert Ohoven. Als strategischer Partner, als Ideenmotor und als Kundensegment sei der Mittelstand unverzichtbar. Das würden auch Zukunftsbranchen wie die Informationstechnik und Telekommunikation unter Beweis stellen.

    "Der Mittelstand ist die treibende Kraft bei Software und IT-Dienstleistungen. Wenn auf diesem Feld Konzerne wie Siemens verstärkt Allianzen mit dem Mittelstand eingehen, kann man ein noch höheres Wachstum erreichen, das schon jetzt mit rund fünf Prozent deutlich über dem Durchschnitt des gesamten ITK-Marktes liegt", führt Ohoven weiter aus. Nach Auffassung von Michael Müller, Geschäftsführer der a & o-Gruppe http://www.ao-services.de und BVMW-Wirtschaftssenator, sollten wieder mittelständische Werte den betrieblichen Alltag in großen und kleinen Firmen dominieren: langfristige Ausrichtung, finanzielle Stabilität, überschaubare Risiken, verantwortungsvolle Führung und kluges Ressourcenmanagement. "Mit der Übernahme der SINITIC wollen wir organisch wachsen und nicht kurzatmige Ziele verfolgen. Die Entscheidung dient der Sicherung von Arbeitsplätzen und bietet gute Voraussetzungen für einen dauerhaften Erfolg als IT-Dienstleister im After Sales. Das sind sicherlich die entscheidenden Gründe für die Mittelstandslösung von Siemens", so Müller.

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