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Suizide mit Schusswaffen - proTELL nimmt Stellung

    Bern (ots) - Anfang August berichteten verschiedene Printmedien über eine Studie der EAAD ( European Alliance Against Depression ). Bei den männlichen Jugendlichen der Altersgruppe 15 bis 24 Jahre steht die Schweiz bei der Gesamtzahl der Selbstmorde mit einer Rate von 18.1 pro 100'000 Einwohner an achter Stelle von 11 Ländern, weist aber leider mit einem Anteil der Schusswaffen von 43.6% die höchste Quote auf. Auf Bevölkerungszahl und Geschlecht der Altersgruppe berechnet, ergibt dies jährlich 95 Selbstötungen mit Schusswaffen  

    Mit Schlagzeilen wie "Aufbewahrung der Armeewaffe zu Hause ist ein Grund für die hohe Selbstmordrate von Jugendlichen" erweckt man nun den falschen Eindruck, die Dienstwaffen der Armee seien ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Grund für diese hohe Rate. Die Studie erfasst die Schusswaffen als Ganzes und unterscheidet nicht zwischen Dienstwaffen der Armee und Armeewaffen in Privatbesitz. An den insgesamt in schweizerischen Haushalten vorhandenen 1.6 Millionen Armeewaffen beträgt der Anteil der Dienstwaffen rund 18%. Die 15-19 jährigen Schweizer haben gar keine Dienstwaffen zu Hause und der Anteil der Dienstwaffen an den Schusswaffensuiziden beträgt gemäss anderen Studien nur 20%. Das heisst, mit einem Rückzug aller 280'000 Dienstwaffen in die Zeughäuser würden in dieser Altersgruppe theoretisch jährlich 4-6 von 95 Selbstmorden verhindert, sofern diese Menschen nicht einfach einen andern Weg wählen.

    Lesen Sie unter www.protell.ch unter Aktuelles, was in Sachen Selbstmorde von Jugendlichen und Armeewaffen wirklich Sache ist!

ots Originaltext: proTell
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