Verein Grand Prix Mutschellen

Motorgeschichte live erlebt: GP Mutschellen 1. Mai 2016

Motorgeschichte live erlebt: GP Mutschellen 1. Mai 2016
Philippe Siffert (im F1 Lotus24 seines 1971 verunglückten Vaters Jo Siffert) erhält letzte Anweisungen von Peter Studer, dem Besitzer des Autos. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100005404 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Verein ...

Berikon (ots) - Mit Augen, Ohren und Nasen erlebten die zahlreichen Besucher des GP Mutschellen am 1. Mai ein Spektakel europäischen Formates. Am sportlich rollenden Museum nahmen hochkarätige Fahrzeuge aus über 100 Jahren Automobil- und Rennsportgeschichte teil. Das Teilnehmerfeld und das Wetter liessen sich wahrlich mit «Goodwood», dem englischen Vorbild, vergleichen.

Über 300 verschiedene Renn- und Sportfahrzeuge waren 2016 zu Gast am GP Mutschellen und gaben tausenden von begeisterten Zuschauern einen Einblick in die faszinierende Geschichte des Motorsports. Geboten wurde ein sensationeller Überblick über 100 Jahre Rennsportgeschichte mit Fahrzeugen, die ihre Leistungsfähigkeit nur selten präsentieren können. Die alten Motoren durften drehen und die Kompressoren ihr Lied singen. Man sah, hörte, roch und erlebte die Boliden und konnte diese auch anfassen und fotografieren. Oder einfach nur geniessen: im Wagenpark, auf der Piste oder nach der Zieldurchfahrt auf dem Friedlisberg.

Am Samstag arbeiteten viele Helferinnen und Helfer beim Aufbau der Strecke, des Wagenparkes, der Verpflegungsstände und der Beschallung. Die ganze Infrastruktur war bereit für den grossen Tag. Am Sonntag konnte Sepp Ludin, der ACS-Rennleiter, pünktlich um 8.20 Uhr den ersten Lauf starten. Eröffnet wurde der GP Mutschellen mit der Startnummer 1 von Guido Wälchli auf seiner Moto Guzzi aus dem Jahr 1924, welche damals den ersten Grand Prix von Europa gewann. Es folgten weitere Solorennmaschinen aus der Vorkriegszeit. Trotz feuchtkaltem Wetter füllten sich die Zuschauer-Plätze nach der Gottesdienstpause. Im Fahrerlager freuten sich viele Besucher über das hautnahe Erlebnis mit ihren Lieblingsfahrzeugen und deren standhaften Piloten. Es wurde gefachsimpelt, fotografiert, gestaunt und viel gelacht.

Die beiden ehemaligen Siffert-Rennautos stiessen dabei auf grosse Begeisterung und Interesse. Deren Fahrer Philippe Siffert (Sohn von der Rennfahrlegende Jo Siffert) sowie Bruno Weibel (Formel Junior-Europameister 2015) waren beliebte Fotomotive. In Reih und Glied standen Bugatti, Bentley, Maserati und Fahrzeuge anderer berühmten Marken. Die Schau wurde ihnen gestohlen als Louis Frey aus Muri den 27-Liter-Motor seines feuerspeienden Gaggenau-Rolls von 1934 startete. Rudolfstetten-Friedlisberg erzitterte förmlich.

Zu den weiteren Publikumsmagneten zählten die drei 100-jährigen, hochbeinigen American La France. Der ehemalige Schweizer Motorradrennfahrer Bruno Kneubühler mit seiner originalen Honda RC 163 und die Motocross-Legenden Herbert und Hansruedi Huwyler mit ihrem Suzuki Wasp beeindruckten die Motorradenthusiasten. Der brachiale Pontiac Trans AM von Roger Bolliger, das Aushängeschild des diesjährigen GP, brachte die endlose Kraft kaum auf den Asphalt. Der erst kürzlich fertig gebaute Replica Ford GT40 vom Flugzeugbauer Max Vogelsang aus Wohlen begeisterte das Publikum ebenso wie der aktuelle Mercedes-Benz-Rennwagen von Reto Meisel mit dem Formel 1-Motor in der Klasse der Attraktionen. Viel Zuspruch und Applaus erhielten auch die Oldtimer der Regionalgruppe sowie die äusserst seltenen Fahrzeuge der beiden Gastclubs Swiss Marcos Club und Jensen Car Club.

Das ganze OK und die Sportkommission vom ACS Mitte haben professionelle Arbeit geleistet. Die Veranstaltung verlief ohne jegliche Zwischenfälle. Man darf gespannt sein auf den nächsten GP Mutschellen in zwei Jahren!

Kontakt:

Verein GP Mutschellen, Stefanie Studer, info@schriftundsatz.ch,
076 547 45 64, www.gpmutschellen.ch


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