FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz

Fachtagung an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW: Sozialfirmen zwischen Markt und Wohlfahrt - Erfolgsmodelle und Herausforderungen

Olten (ots) - Für immer mehr Menschen wird es schwierig, den Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit zu sichern, weil sich der Arbeitsmarkt rasant verändert. Betroffen sind jene mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit oder deren Qualifikationen nicht mehr gefragt sind. Als eine Antwort werden in den letzten zehn Jahren in der Schweiz verstärkt so genannte Sozialfirmen gegründet. Die Tagung am 15. Dezember in Olten bietet Einblicke in die Arbeitsweisen und thematisiert den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit.

Als zukunftsweisend werden unternehmerische, marktnahe Modelle breit diskutiert, die unter dem Stichwort «Sozialfirma» tätig sind. Die Tagung greift die Frage auf: Welche Modelle und Visionen gibt es in der Schweiz in den verschiedenen Landesteilen und lassen sich gemeinsame Ziele herausfiltern?

Einerseits wird ein wichtiges Thema sein, was in diesem Zusammenhang (Re)Integration bedeutet und wie sie gelingen kann. Andererseits wird die zweite wichtige Zielsetzung von Sozialfirmen in den Fokus genommen, nämlich wie diese Firmen wirtschaftlich erfolgreich geführt werden können. Schliesslich stellt sich die Frage, welche zentralen Erfolgs- und Wirkfaktoren dieser doppelten Zielsetzung dienen. In Workshops soll erarbeitet werden, wie man mit Schwierigkeiten in diesem Spagat umgehen kann.

Die Fachtagung wird eröffnet von Agnès Fritze, Leiterin des Instituts Beratung, Coaching und Sozialmanagement ICSO der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, die auch die Tagungsmoderation gestaltet, sowie Ludwig Gärtner, Vizedirektor und Leiter des Geschäftsfeldes Familie, Generationen und Gesellschaftsfragen im Bundesamt für Sozialversicherungen BSV. Zur grundsätzlichen Ausrichtung des Bundes sagt Gärtner: «Ziel der Strategie muss sein, die Gefährdung durch Armut zu reduzieren und Armutsbetroffene gesellschaftlich und wirtschaftlich auch in Sozialfirmen zu integrieren, damit sie ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können.» Spezielle Aufmerksamkeit bei der Ausgestaltung von Massnahmen gilt dabei laut Ludwig Gärtner sowohl der unternehmerischen wie der integrativen Professionalität.

Über die Transformation des schweizerischen Arbeitsmarktes spricht Christian Marazzi, Professor an der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI). Zum Thema «Sozialfirmen - eine Antwort? Perspektiven der Verbände» sprechen Stefan M. Adam, Co-Geschäftsleiter der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Sozialfirmen (ASSOF), Christophe Dunand als Vertreter des Conseil romand d'insertion par l'économique (CRIEC) und Direktor von Réalise sowie Prisca D'Alessandro, Geschäftsleiterin des Schweizer Verbands der Organisatoren von Arbeitsmassnahmen (SVOAM AOMAS). Den europäischen Blick auf Sozialfirmen und den entsprechenden Vergleich leistet Marthe Nyssens, Professorin an der Katholischen Universität Louvain, Belgien. Luca Crivelli, Professor an der SUPSI, widmet sich in seinem Referat der Frage «Holt die Schweiz auf? Modelle und Wachstumshemmnisse in der Schweizer Sozialfirmenlandschaft.»

Der Fachtagungs-Nachmittag bietet sechs Workshops mit den Schwerpunkten Finanzierung, Output und Wirkung, Professionalisierung, Solidarwirtschaft und Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung. Die Tagung klingt aus mit einem Open-End-Apéro zum Verweilen und Diskutieren.

Alle Referate werden simultan übersetzt. Die Workshops werden in deutscher oder französischer Sprache angeboten und zweisprachig moderiert.

Details zum Programm auf:

www.fhnw.ch/sozialearbeit/kurse-und-tagungen

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E-Mail: bernadette.wuethrich@fhnw.ch

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