VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN fordert bessere Fleischdeklaration

    Zürich (ots) - Der Ständerat hat heute einem Importverbot von Hunde- und Katzenfellen zugestimmt. Für VIER PFOTEN ist dies ein erster Schritt zu einem weit reichenden Pelzverbot. Weniger tierfreundlich zeigte sich der Rat gegenüber den Nutztieren: Eine korrekte Fleisch- und Eierdeklaration wurde abgelehnt.

    Der Ständerat hat heute Morgen einstimmig einem Importverbot von Hunde- und Katzenfellen zugestimmt. Damit hat er sich der Position des Nationalrates angeschlossen und verbessert das revidierte Tierschutzgesetz. Für die Tierschützer von VIER PFOTEN ein wichtiger Schritt: "Dass das Parlament nun einem Verbot zustimmt, unterstützt unsere europäische Importstopp-Aktion", sagt Geschäftsführer Marcel Odermatt. "Wir hoffen, dass der Druck auf weitere Länder steigt und dies ein erster Schritt zu einem weit reichenden Pelzverbot ist." (www.importstopp.org)

    Wenig Gehör hatten die Ständeräte dagegen für die vereinigten Anliegen von Bauern, Konsumenten und Tierschützern: Mit 27:10 Stimmen lehnte der Ständerat eine Deklarationspflicht für tierische Erzeugnisse ab. So kann auch in Zukunft eine Pouletbrust aus brasilianischer Intensivmast eine solche aus der Schweiz direkt konkurrenzieren, ohne dass der Konsument etwas über die Haltungsbedingungen erfährt. Die teilweise strengeren Gesetze in der Schweiz wirken sich daher nachteilig auf die Bauern aus.

    Wenig plausibel ist insbesondere das im Ständerat gehörte Argument, diese Deklaration sei nicht praktikabel. Denn im Rahmen der Agrarpolitik 2011 schlägt der Bundesrat selbst vor, das Lebensmittelgesetz so anzupassen, dass sämtliche Lebensmittel, einschliesslich der Tiere, lückenlos rückverfolgbar sein müssen. (Artikel 23 a) "Damit ist die Voraussetzung für eine saubere Deklaration nach Herkunft, Produktionsmethode und Tierhaltung bereits vorgesehen", betont Marcel Odermatt von VIER PFOTEN.

    Für die Tierschutz-Stiftung ist die Deklaration besonders im Zusammenhang mit den billigen Fleischangeboten wichtig, welche die tiergerechten heute stark bedrängen. "Wenn ich im Laden stehe, will ich wissen, ob das Kotelett von einem Schwein stammt, das Auslauf ins Freie hatte", sagt Odermatt. Nur mit solchen Informationen, betont der VIER PFOTEN-Geschäftsführer, "können die Konsumenten die richtige Wahl treffen."

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