Swissgas AG

Anspruchsvolles Umfeld für Swissgas

Zürich (ots) - "Die vollständige Strommarktliberalisierung wird zeigen, wenn sie denn 2015 kommt, wie ökonomisch sinnvoll eine vollständige Marktöffnung ist", erklärte Swissgas-Verwaltungsratspräsident Christoph Stutz an der Generalversammlung in Bern. "Marktöffnung führt nicht immer zu tieferen Preisen, erst recht nicht bei kleineren Mengen und wenn es deswegen mehr operative Schnittstellen gibt als bisher".

Die für viele Branchen wirtschaftliche Abschwächung im vergangenen Jahr hatte hemmende Wirkung auf den Erdgasbedarf von Industriekunden. Trotzdem konnte Swissgas als Einkaufsgemeinschaft der schweizerischen Erdgasversorger unter Einschluss ihres Handelsbereiches rund 7% mehr Erdgas als im Vorjahr importieren. Positiv wirkten sich die im Mehrjahresvergleich eher kühle Witterung sowie eine zunehmend an Spotmärkten ausgerichtete Beschaffung samt entsprechenden Preisstellungen aus. Das Erdgas stammt zu rund zwei Dritteln aus Fördergebieten in der EU und Norwegen. Die restlichen Mengen wurden in weiter entfernten Regionen wie etwa Russland oder Nordafrika gefördert.

Vieles ist in Bewegung

Gemäss VR-Präsident Christoph Stutz geht die Branche die Marktöffnung aktiv an. Diese muss allerdings die Erfüllung von zur Sicherung der nationalen Erdgasversorgung eingegangenen langfristigen Vertragsverpflichtungen gewährleisten. Zu diesem Zweck hat die Erdgaswirtschaft als erster Schritt nach intensiven Verhandlungen mit Industrieverbänden per Oktober 2012 die Verbändevereinbarung in Kraft gesetzt. Dies ist ein Meilenstein der schrittweisen Marktöffnung auf freiwilliger Basis. Nach ersten positiven Erfahrungen von Seiten der Industrie wie der Erdgaswirtschaft werden bereits weitere Entwicklungsschritte dieser vom Bundesamt für Energie aktiv begleiteten Vereinbarung ins Auge gefasst und umgesetzt.

Zukunftsweisende Technologien wie "Power-to-Gas" werden für die Gaswirtschaft eine wachsende Bedeutung erhalten. Swissgas beteiligt sich an einem grösseren Projekt in Norddeutschland. Mit dieser Anlage sollen gemeinsam mit dem deutschen Partner E.ON konkrete betriebliche Erfahrungen für die kommerzielle Anwendung solcher Technologien gewonnen und mit dem Import in die Schweiz zusammenhängende fiskalische sowie zolltechnische Aspekte gelöst werden. Verschiedene Schweizer Stadtwerke investieren zurzeit in neue Energieprojekte mit erneuerbaren Energien im Ausland. Eine massgebliche Motivation für das Engagement von Swissgas bei der erwähnten Anlage liegt darin, dass mittels Power-to-Gas-Technologie das Problem von instabilen Stromnetzen sowie der Speicherung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energie gelöst werden kann.

Anspruchsvolles Marktumfeld

Swissgas-CEO Ruedi Rohrbach wies in seinen Erläuterungen zum Geschäftsgang auf das anspruchsvolle Marktumfeld hin. Trotz phasenweise namhafter Kälteperioden mit dem kältesten Februar seit gut 20 Jahren konnte die Erdgasbeschaffung- und Belieferung gesichert werden. Die Vorteile eines diversifizierten Portfolios zeigten sich dabei in aller Deutlichkeit.

Der Absatzmarkt verlangt zunehmend nach Erdgas und Konditionen, die sich an Spot- und Terminmärkten orientieren. Das Einkaufsportfolio muss deswegen fortlaufend proaktiv diesen Erfordernissen angepasst werden. Dazu sind stetige Verhandlungen mit Lieferanten sowie grundsätzliche Anpassungen des Beschaffungsportfolios notwendig, wobei Swissgas im vergangenen Jahr erfolgreich war. Nebst Preiskonditionen sind Geschwindigkeit, Service-Qualität und kreative Lösungen entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit im Gasgeschäft.

Gastreferent Torstein Indrebø, Generalsekretär der International Gas Union (IGU), beschrieb in seinen Ausführungen Bedeutung und Rolle von Erdgas aus globaler Sicht. Er unterstrich dabei die Bedeutung einer verlässlichen und nachhaltigen Energiepolitik für die Rolle von Erdgas als zuverlässiger, wettbewerbsfähiger und umweltverträglicher Energieträger.

www.swissgas.ch / www.erdgas.ch

Swissgas AG

Die Swissgas AG beschafft als nicht gewinnorientiertes Unternehmen Erdgas im Auftrag der vier regionalen Schweizer Gasverteilgesellschaften Gasverbund Mittelland, Erdgas Ostschweiz, Gaznat und Erdgas Zentralschweiz. Diese bündeln den Erdgas-Bedarf der rund 100 lokalen Erdgas-Versorger in der Schweiz und beliefern sie ebenfalls nicht gewinnorientiert. Swissgas betreibt eigene Hochdruckleitungen in der Schweiz, ist an der Transitleitung durch die Schweiz betei-ligt und verfügt über Transportrechte im Ausland. Über eine Beteiligung an der Bayerngas Norge AS ist Swissgas zudem in der Erdgas-Förderung in Norwegen engagiert.

Kontakt:

Dr. Christoph Stutz, Präsident
Telefon: +41 61 560 69 90
E-Mail: christoph.stutz@magnet.ch

Ruedi Rohrbach, CEO
Telefon: +41 44 288 34 00
E-Mail: rohrbach@swissgas.ch


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